Konjunktur

Inflation in Euro-Zone fällt auf 0,3 Prozent - tiefster Stand seit 2016

Berlin/Brüssel | 20.05.2020 | Reuters

Ölpreisverfall und Corona-Krise drücken die Inflation im Euro-Raum weit unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Verbraucherpreise zogen im April binnen Jahresfrist nur noch um 0,3 Prozent an und damit so wenig wie seit August 2016 nicht mehr, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit revidierte sie eine erste Schätzung von 0,4 Prozent leicht. Im März hatte die Teuerung bei 0,7 Prozent gelegen. Die EZB strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent an, verfehlt dieses Ziel jedoch seit Jahren.

Energie verbilligte sich im April um knapp zehn Prozent zum Vorjahresmonat. Klammert man diesen Bereich aus, läge die gesamten Inflation mit 1,4 Prozent deutlich höher. Für Lebensmittel, Alkohol und Tabak mussten die Verbraucher hingegen wieder tiefer in die Tasche greifen. Hier gab es einen Preisanstieg von 3,6 Prozent.

Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Inflation in der Euro-Zone im Jahresschnitt 2020 auf 0,5 Prozent fällt, nach 1,2 Prozent im vorigen Jahr. Die erwartete starke Rezession drückt auf die Ölpreise.


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