Einschätzung

Ifo weniger pessimistisch für Konjunktur - Minus 5,1 Prozent erwartet

Berlin | 31.07.2020 | Reuters

Das Ifo-Institut schaut nicht mehr ganz so düster auf die deutsche Konjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr wegen der Corona-Krise voraussichtlich um 5,1 Prozent einbrechen, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser dem „Spiegel“ laut Vorabbericht vom Freitag. Noch vor wenigen Wochen hat das Institut vorhergesagt, dass die Wirtschaftsleistung um 6,7 Prozent einbrechen werde. Grund für die Korrektur sei die „überraschend positive Entwicklung“, sagte Wollmershäuser dem Magazin. Zuletzt hat das Ifo-Institut über ein deutlich verbessertes Geschäftsklima sowie über steigende Exporterwartungen bei den deutschen Unternehmen berichtet.

Das Bruttoinlandsprodukt war von April bis Juni um 10,1 Prozent zum Vorquartal eingebrochen, da der Lockdown weite Teile der Wirtschaft zum Erliegen brachte. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen Berechnungen 1970, da sowohl Außenhandel als auch Konsum und Investitionen heftig schrumpften. Der Rückgang fiel mehr als doppelt so stark aus wie das bisherige Rekordminus von 4,7 Prozent während der Finanzkrise Anfang 2009.


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