Wettbewerb

Commerzbank will die Mittelstandsbank wiederbeleben

Berlin | 11.09.2020 | Reuters

Im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung erwägt die Commerzbank einem Medienbericht zufolge eine Wiederbelebung ihrer 2016 zerschlagenen Mittelstandsbank. Das berichtet die „Börsen-Zeitung“ (Freitagausgabe) vorab unter  Berufung auf Finanzkreise. Demnach plädiert der Anfang August angetretene Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter dafür, das Geschäft mit kleinen Unternehmen und Selbstständigen aus der Privatkundensparte herauszulösen und wieder mit dem übrigen Firmenkundengeschäft mit größeren Mittelständlern bis hin zu internationalen Konzernen zusammenzulegen. Die Commerzbank wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

Der neue Aufsichtsratschef erwägt dem Bericht zufolge zudem eine Verkleinerung des Vorstands sowie eine Neuverteilung der Ressorts. Der erst seit Jahresbeginn amtierende Firmenkundenchef Roland Boekhout solle den bisherigen Privatkundenvorstand Michael Mandel ablösen, der wegen seiner Filialstrategie unter Druck geraten sei. Als früherer Chef der ING-DiBa gelte Boekhout als ausgewiesener Experte für digitale Geschäftsmodelle im deutschen Massengeschäft. Vor diesem Hintergrund plane Vetter, ihm mittelfristig auch die Verantwortung für die IT zuzuschlagen, die derzeit in den Händen von Jörg Hessenmüller liege. Um sicherzustellen, dass das Know-how aus der eigenen Direktbank nicht verloren gehe, solle der Aufsichtsratschef angeregt haben, Comdirect-Chefin Frauke Hegemann als Bereichsvorständin in den Mutterkonzern zu holen.


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