Eurozone

Berlin, 19.04,2018 (Reuters) – Die Bundesregierung will den Weg zu einer gemeinsamen europäischen Absicherung von Bank-Spareinlagen nicht dauerhaft versperren. "Wir sind auch bereit, in einer vielleicht nicht unmittelbaren, aber ferneren Zukunft, ein gemeinsames Einlagensicherungssystem zu machen", sagte Merkel am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. "Aber wir wollen, dass Haftung und Risiken durchaus zusammengehalten werden", ergänzte die CDU-Politikerin. Sie sei "sehr optimistisch", dass man die Bankenunion vollenden könne. Hintergrund ist die Debatte, wie weit die faulen Kredite bei den Banken abgebaut sein müssen, bevor eine europäische Solidarität für in Not geratene Finanzinstitute greifen soll.

Ergebnis

Frankfurt/Main, 12.04.2018 (dpa) - Die staatliche Förderbank KfW bekommt die Zinsflaute zunehmend zu spüren. Im vergangenen Jahr fiel der Konzerngewinn mit gut 1,4 Milliarden Euro wie angekündigt niedriger aus als im Jahr zuvor. Damals hatte die KfW beim Überschuss knapp die Marke von zwei Milliarden Euro überschritten, obwohl üppige Gewinne nicht das Hauptziel des Instituts sind. "Wir haben immer gesagt, dass wir keine Zwei-Milliarden-Euro-Bank sind", sagte der neue Vorstandschef Günther Bräunig am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz 2017.

Zahlungsverkehr

Frankfurt/Main, 03.04.2018 (dpa) - Kontaktloses Bezahlen an der Ladenkasse im Vorbeigehen oder mit einer App auf dem Handy - neue Bezahlverfahren sind im Kommen. Doch nicht alle Menschen können oder wollen auf diese Weise ihre Einkäufe bezahlen. Nahezu alle Bundesbürger befürchten einer Umfrage der Bundesbank zufolge, dass sich beispielsweise ältere Menschen in einer Welt ohne Bargeld nicht mehr zurecht finden würden. «Verbraucher müssen auch künftig und durchgängig die Wahl haben, ob sie mit neuen Technologien oder lieber bar zahlen wollen», fordert Finanzexperte Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Finanzbranche

Berlin/München, 20.03.2018 (dpa-AFX) - Die Berliner Smartphone-Bank N26 hat sich von Investoren wie dem Versicherer Allianz eine Millionensumme für ihren Geschäftsausbau gesichert. Insgesamt brachte die Finanzierungsrunde dem Unternehmen 160 Millionen Dollar (130 Mio Euro) ein, wie N26 am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Bank zufolge ist dies die bisher größte Eigenkapital-Finanzierung im deutschen Fintech-Sektor abseits von Börsengängen. Unter den Geldgebern ist auch der chinesische Internet-Riese Tencent.

Wertpapiergeschäft

20. März 2018 - Die Zinsen bleiben dauerhaft niedrig: Davon sind knapp zwei Drittel der Deutschen - 64 Prozent - überzeugt. Dass sie in den kommenden zwölf Monaten steigen, glauben sogar nur 2 Prozent der Befragten. Am Sparverhalten der Deutschen ändert das Zinsniveau allerdings wenig. Knapp die Hälfte der Befragten würde auch bei steigenden Zinsen ihre Geldanlage nicht anpassen. Dies sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie "Aktienkultur in Deutschland", für die 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren im Auftrag der "Aktion pro Aktie" im Januar 2018 befragt wurden.

Ergebnis

Frankfurt am Main, 13.03.2018 ─ Im Geschäftsjahr 2017 haben sich die 915 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie genossenschaftlichen Spezialinstitute mit einem voraussichtlichen Betriebsergebnis nach Bewertung von 7,3 Milliarden Euro operativ gut behauptet. „Dank Kraftanstrengungen bei den Kosten und dem signifikanten Geschäftswachstum konnte das Ergebnis des Vorjahres im anspruchsvollen Umfeld einer anhaltenden Niedrigzinsphase, eines hohen Wettbewerbs und steigender regulatorischer Anforderungen gehalten werden", erklärt Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 67,4 Prozent nach 68,2 Prozent im Jahr 2016. Ihren Jahresüberschuss nach Steuern und Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken hielten die Kreditgenossenschaften mit voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro stabil.

Kapitalmarkt

Frankfurt/Main, 12.03.2018 (dpa) - Der Börsengang des Vermögensverwaltungstochter DWS soll der Deutschen Bank 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Ein guter Teil des Geldes kommt vom größten japanischen Lebensversicherer Nippon Life. Dieser habe sich verpflichtet, fünf Prozent der DWS-Anteile zum Platzierungspreis zu erwerben, teilte der Dax-Konzern mit. Erster Handelstag soll der 23. März 2018 sein.

Geschichte und Zukunft

Mainz, 09.03.2018 (dpa) - Die lange verstaubt wirkende Rechtsform der Genossenschaft erlebt in Zeiten vieler Umbrüche mit ihrer Betonung der Solidarität eine Renaissance. «Viele Organisationen verlieren heute Mitglieder, aber bei Genossenschaften zeigt der Trend klar nach oben», sagte der Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, Werner Böhnke. Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland seien Mitglied einer Genossenschaft. «Die Spanne reicht von A bis Z, von Apotheker- bis zur Zweiradgenossenschaften.»

Digitalisierung/Retailbanking

Frankfurt/Main, 07.03.2018 (dpa) - Mit neuen digitalen Angeboten wollen Deutschlands Sparkassen angesichts der sinkenden Bedeutung der Filiale Boden gutmachen. «2018 wird ein Jahr sein, in dem die Sparkassen wesentliche Innovationen für eine breite Kundschaft einführen werden», kündigte der seit Jahresbeginn amtierende Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, am Mittwoch in Frankfurt an.

Landesbankprivatisierung

Kiel/Berlin, 28.02.2018 (Reuters) - Erstmals wird in Deutschland eine Landesbank privatisiert: Die in der Finanzkrise in schwere Not geratene HSH Nordbank soll 15 Jahre nach ihrer Gründung an ein Konsortium um die US-Finanzinvestoren Cerberus und J.C. Flowers verkauft werden. Für 94,9 Prozent der Anteile zahlen sie eine Milliarde Euro. Hamburg und Schleswig-Holstein besiegelten den Deal am Mittwoch in einer gemeinsamen Kabinettssitzung in Kiel. "Wir ziehen einen Schlussstrich unter den Ausflug der Länder in die Geschäftsbankenwelt", sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther. Das Engagement sei "sehr teuer für den Steuerzahler geworden". Der Vertrag ist unterzeichnet. Allerdings muss der Verkauf noch von beiden Landesparlamenten und der EU-Kommission abgesegnet werden.

Digitalwährungen

Frankfurt/Berlin, 28.02.2018 (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat sich gegen ein Verbot von Kryptowährungen ausgesprochen. Für digitale Währungen wie Bitcoin sollte es zwar klare gesetzliche Regelungen geben, diese dürften aber nicht auf Kosten der Technologie dahinter erfolgen. "Das Fehlen klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen kann genauso wie ein Zuviel an Regulierung den Erfolg der Blockchain-Technologie gefährden", teilte der Verband am Mittwoch mit.