Personal

Frankfurt, 24.01.2020 (Reuters) - Die Deutsche Bank holt den früheren SPD-Chef und Ex-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in ihren Aufsichtsrat. Er folgt auf Jürg Zeltner, der sein Mandat Ende des vergangenen Jahres niedergelegt hat, wie die Deutsche Bank am Freitag mitteilte.

Geldpolitik

Frankfurt/Main, 23.01.2020 (dpa) - Europas Währungshüter halten die Zinsen im Euroraum auf Rekordtief. Der Leitzins bleibt bei null Prozent, Banken müssen für geparkte Gelder weiterhin 0,5 Prozent Zinsen an die Europäische Zentralbank (EZB) zahlen. Der EZB-Rat bestätigte bei seiner ersten Zinssitzung in diesem Jahr am Donnerstag in Frankfurt zudem die monatlichen Anleihenkäufe der Notenbank in Höhe von 20 Milliarden Euro.

Geldanlage

Berlin, 21.01.2020 (dpa) - Verbraucherschützer kritisieren die neuen Infos über die Kosten von Wertpapieranlagen als nicht ausreichend. Nach einer Auswertung der Zeitschrift «Finanztest» (2/2020) bieten die seit vergangenem Jahr vorgeschriebenen jährlichen Kostenübersichten einen Überblick, bleiben im Detail aber häufig unklar. Für Verbraucher sei es daher weiter schwierig, Kostentreiber zu erkennen und verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, kritisierte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Dienstag in Berlin.

Anklage

Frankfurt, 20.01.2020 (Reuters) - Cum-Ex-Steuertricks waren nach Darstellung der Ermittler für die ehemaligen Mitarbeiter einer inzwischen insolventen Bank eine lukrative Angelegenheit. Die angeklagten sechs ehemaligen Banker erhielten dank der Cum-Ex-Geschäfte insgesamt 29,5 Millionen Euro an Bonuszahlungen, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag. Ein ebenfalls angeklagter ehemaliger hochrangiger Steueranwalt habe durch Gefälligkeitsgutachten mindestens 1,3 Millionen Euro kassiert. Durch die Cum-Ex-Geschäfte sei ein Steuerschaden von 389 Millionen Euro verursacht worden. Das Landgericht Frankfurt bestätigte am Montag den Eingang der Anklage. Es muss nun prüfen, ob es die Anklage zulässt.

EZB

Frankfurt, 20.01.2020 (Reuters) - Bei der ersten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank im neuen Jahr wird aus Sicht von Experten der anstehende Strategiecheck der Euro-Notenbank das alles beherrschende Thema sein. Investoren erwarten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach dem Ratstreffen am Donnerstag Auskunft über Themen und Ausrichtung der geplanten großen Überprüfung. Angesichts der Differenzen über die jüngsten Lockerungschritte im EZB-Rat dürfte das Mammut-Vorhaben die Moderationsfähigkeiten der neuen Notenbankchefin, die seit November im Amt ist, auf eine harte Probe stellen. Am Leitzins, der bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt, wird die EZB voraussichtlich nicht rütteln. Lagarde dürfte aber auf der Pressekonferenz nach den Nebenwirkungen der jahrelangen ultralockeren Ausrichtung gefragt werden.

Zahlungsverkehr

Frankfurt, 15.01.2020 (Reuters) - Das kontaktlose Bezahlen mit der EC-Karte an der Ladenkasse wird immer beliebter. Laut einer Umfrage im Auftrag der Bundesbank nutzt inzwischen fast jeder dritte Besitzer einer Debitkarte mit solcher Funktion beim Einkauf diese Möglichkeit. Unter den Kreditkarten-Nutzern seien es 39 Prozent, teilte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mit. "Damit ist das kontaktlose Bezahlen im Alltag angekommen", sagte Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz. Laut der Erhebung haben 95 Prozent der Befragten eine Debitkarte, davon hatte aber nur annähernd die Hälfte eine Kontaktlosfunktion.

Regulierung

Frankfurt, 15.01.2020 (Reuters) - Die Finanzaufsicht Bafin zieht bei den Geldwäsche-Kontrollen der Banken die Daumenschrauben an. Das Referat "Intensivbetreuung" kümmert sich aktuell um 25 Banken, die in Sachen Geldwäsche als besonders risikobehaftet gelten. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage an die Bundesregierung hervor, die der Linken-Finanzexperte Fabio de Masi initiiert hat. Namen der betroffenen Institute nannte die Behörde nicht. Über die Reuters vorliegende Anfrage hatte zuerst das "Handelsblatt" berichtet. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Reuters, unter den 25 Instituten befänden sich nicht nur kleinere Sparkassen oder Volksbanken sondern auch große, international vernetzte Banken. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 1500 Banken.

Europäische Zentralbank

Frankfurt/Main, 14.01.2020 (dpa) - Die neue EZB-Direktorin Isabel Schnabel will die Leistung der EZB in der deutschen Öffentlichkeit stärker hervorheben. «Hierzulande fehlt das Verständnis dafür, was die EZB auch für Deutschland geleistet hat», sagte die Wirtschaftswissenschaftlerin laut einem Vorabbericht der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwochausgabe). «Das überrascht mich sehr, denn es herrscht Vollbeschäftigung, und die deutsche Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Geldpolitik so stark gewachsen.»

Bilanzen

New York/Frankfurt, 14.01.2020 (Reuters) - Während die europäischen Banken unter sinkenden Zinsen ächzen, scheffeln ihre US-Rivalen Milliarden: Alleine JP Morgan und die Citigroup verdienten im vergangenen Jahr zusammen fast 56 Milliarden Dollar und übertrafen die hochgesteckten Erwartungen von Analysten. Die Institute profitierten vor allem im Schlussquartal von einem florierenden Investmentbanking und der Konsumfreude der Amerikaner. Die Aktien der beiden Banken legten im vorbörslichen Handel an der Wall Street zu.

BI im Gespräch

07 06 BVR 151119 2214Für Banker wird es garantiert nicht langweilig im Jahr 2020. BVR-Präsidentin Marija Kolak zeigt sich im Gespräch mit der BI optimistisch, dass die genossenschaftlichen Institute trotz vieler Herausforderungen mit Zuversicht in die Zukunft gehen können.

Nachhaltige Investments

Brüssel, 17.12.2019 (Reuters) - Nach der jüngsten Blockade der EU-Mitgliedsstaaten kommt wieder Bewegung in die Debatte um Regeln für die Klassifikation von grünen und nachhaltigen Finanzprodukten. Die EU-Abgeordneten vereinbarten am Montag, einem Entwurf für solche Regeln zuzustimmen. Der Gesetzesvorschlag ist ein erster Schritt auf dem Weg, ein einheitliches Klassifizierungssystem für grüne und nachhaltige Investments in der Europäischen Union zu schaffen. Ein vollständiges Einteilungssystem soll 2021 entwickelt werden. Es wird nun erwartet, dass Vertreter der EU-Länder dem jüngsten Entwurf zustimmen. Dieser soll dann von der EU-Kommission in Kraft gesetzt werden.