Zahlungsverkehr

San Francisco/New York, 18.06.2019 (Reuters) - Facebook will seine Digitalwährung "Libra" in der ersten Hälfte des kommenden Jahres an den Start bringen und damit in den weltweiten Zahlungsverkehr einsteigen. Von der Cyberwährung, die von Unternehmen wie Mastercard, PayPal und Spotify unterstützt wird, verspricht sich das weltgrößte soziale Netzwerk großes Wachstum in der E-Commerce-Branche. Branchenkenner halten es für nicht ausgeschlossen, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen kann. Die Details für das digitale Geld stellte der Konzern aus Kalifornien am Dienstag vor.

Bankenstrategie

Frankfurt, 18.06.2019 (Reuters) - Die Bundesregierung will die Neuordnung der zersplitterten deutschen Bankenbranche von der Seitenlinie aus beobachten, sich aber nicht einmischen. "Wir sind überzeugt, dass die Banken die richtigen strategischen Entscheidungen treffen werden", sagte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies (SPD) am Dienstag auf einer Konferenz in Frankfurt. "Die Bundesregierung wird den Rahmen festlegen, aber keine Vorschriften machen für strategische Entscheidungen im Bankensektor."

Gebühren

Karlsruhe, 18.06.2019 (dpa) - Banken und Sparkassen dürfen von ihren Kunden fürs Abheben und Einzahlen am Schalter grundsätzlich eine Extra-Gebühr kassieren. Diese darf aber nur so hoch sein wie die tatsächlich entstandenen Kosten, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Dienstag entschied. Verlangt die Bank mehr, ist die entsprechende Klausel im Preisverzeichnis unwirksam. Kunden könnten dann die zu Unrecht kassierte Gebühr zurückfordern.

Zahlungsverkehr

Frankfurt, 17.06.2019 (Reuters) - Die Bundesbank fordert mehr gemeinsame europäische Anstrengungen, um im Zahlungsverkehr nicht von internationalen Anbietern abgehängt zu werden. Im Zuge der Digitalisierung nehme der Wettbewerb bei Bezahlangeboten und Finanzdienstleistungen immer mehr zu, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank. "In Anbetracht dessen ist eine europäische Perspektive nicht nur eine Option, sondern ein Muss, um im europäischen Zahlungsverkehrsmarkt erfolgreich zu sein."

Non Performing Loans

Brüssel, 12.06.2019 (dpa) - Die europäischen Banken haben ihren Bestand an faulen Krediten binnen drei Jahren um 133 Milliarden Euro vermindert. Die Zahl nannte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Im Schnitt hatten die Häuser in ihren Bilanzen im dritten Quartal 2018 noch 3,3 Prozent Kredite, bei denen die Schuldner in Verzug geraten waren und die deshalb als gefährdet gelten. Der Anteil habe sich seit 2014 halbiert.

Zahlungsverkehrstagung

Frankfurt/Main, 29.05.2019 (dpa) - Europäische Zentralbank (EZB) und Deutsche Bundesbank dringen auf mehr europäische Zusammenarbeit bei modernen Systemen zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Bei Instrumenten wie Echtzeitzahlungen («Instant Payments») müsse es «auch darum gehen, einer Fragmentierung des Zahlungsverkehrs in Europa entgegenzuwirken», sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Mittwoch bei einer Tagung in Frankfurt.

Hauptversammlung

Frankfurt/Main, 29.05.2019 (dpa) - Nach einer Gewinnsteigerung im ersten Quartal peilt die DZ Bank für das Gesamtjahr ein besseres Ergebnis als 2018 an. Mit 548 Millionen Euro vor Steuern übertraf das genossenschaftliche Spitzeninstitut in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres das Ergebnis des Vorjahreszeitraums (437 Mio Euro) um ein Viertel, wie Co-Chef Uwe Fröhlich laut Redetext bei der Hauptversammlung am Mittwoch in Frankfurt ausführte. Getragen sei dies «von einer stabilen operativen Entwicklung in allen Konzerngesellschaften».

Konjunktur

Frankfurt/Main, 29.05.2019 (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) befürchtet bei einer Konjunkturabkühlung wachsende Risiken für die finanzielle Stabilität im Euroraum. Eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums sei die zentrale Herausforderung, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos am Mittwoch in Frankfurt. Die Unsicherheit über die weltweiten Konjunkturaussichten habe bereits zu Schwankungen an den Finanzmärkten beigetragen.

Cybergeld

Frankfurt, 29.05.2019 (Reuters) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann steht Überlegungen zur Einführung von digitalem Zentralbank-Geld eher skeptisch gegenüber. Die Bedenken sollten nicht leichtfertig weggewischt werden, sagte Weidmann am Mittwoch in Frankfurt. "Digitales Zentralbankgeld für einen breiten Nutzerkreis hätte – je nach Ausgestaltung – möglicherweise gravierende Auswirkungen." Ein solches Cybergeld für jedermann könne die Geschäftsmodelle von Banken grundlegend verändern.

Inländischer antizyklischer Kapitalpuffer

Berlin, 27.05.2019 (Reuters) - Die deutschen Banken sollen angesichts der Wirtschaftsabkühlung nach dem Willen des Ausschusses für Finanzstabilität (AFS) ihre Risikopuffer ausweiten. Ab dem 1. Juli sollten die Geldhäuser auf ihren sogenannten inländischen antizyklischen Kapitalpuffer (CCyB) noch einen Aufschlag von 0,25 Prozent zurücklegen, sagte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies am Montag in Berlin. Dies diene der Prävention. Die Forderung entspricht einem harten Kernkapital in Höhe von 5,3 Milliarden Euro für die Branche. Der AFS habe bei seiner aktuellen Sitzung der Finanzaufsichtsbehörde BaFin eine solche Empfehlung ausgesprochen.

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