Haushalt

Berlin, 9.11.2017 (Reuters) - Der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier sieht nach der Steuerschätzung finanzielle Spielräume für den Bund von rund 30 Milliarden Euro. Zum einen ergäben sich als Effekt der Steuerschätzung für die nächsten vier Jahre rund 15 Milliarden Euro, sagte Altmaier am Donnerstag in Berlin. Zusammen mit den bereits vorhandenen Spielräumen in der Finanzplanung von ebenfalls knapp 15 Milliarden Euro bedeute das für die neue Legislaturperiode einen finanzpolitischen Rahmen, "den man vorsichtig, aber konstruktiv nutzen kann, ohne ungebührliche haushalterische Risiken einzugehen". Die Einhaltung der Schuldenbremse sei gewährleistet. Das Ergebnis liege im Rahmen der bisherigen Erwartungen.

Wirtschaftspolitik

Berlin, 08.11.2017 (dpa) - Die "Wirtschaftsweisen" haben die künftige Bundesregierung aufgefordert, das Konjunkturhoch zur Neuausrichtung der Wirtschafts- und Steuerpolitik zu nutzen. Dazu gehöre auch eine Entlastung vor allem mittlerer Einkommen von Steuern und Abgaben, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Unter anderem sollte der Solidaritätszuschlag abgebaut werden.

Zahlungsverkehr

Tallinn, 2.11.2017 (dpa) - Das auf günstige internationale Überweisungen spezialisierte Start-up Transferwise hat sich in einer großen Finanzierungsrunde 280 Millionen Dollar für das künftige Wachstum besorgt. Mit dem Geld sollen das Geschäft mit Unternehmen ausgebaut und die internationale Expansion unter anderem in Asien beschleunigt werden.

Geldpolitik

Frankfurt, 26.10.2017 (Reuters) - Kurswechsel bei der EZB: Die Notenbank drosselt ihre vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe deutlich. Das Programm werde zwar bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen aber zugleich ab Januar auf 30 Milliarden Euro halbiert, teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit. Dadurch erhöht sich das angepeilte Gesamtvolumen um 270 Milliarden auf 2,55 Billionen Euro. Die Leitzinsen beließ die Europäische Zentralbank wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Dort liegen sie bereits seit März 2016.

Bilanz

Frankfurt/Main, 26.10.2017 (dpa) - Der erhoffte Aufschwung bei der Deutschen Bank lässt weiter auf sich warten. Für das dritte Quartal musste das größte heimische Geldhaus abermals ein rückläufiges Geschäft melden. Allerdings schaffte es das Institut dank Einsparungen, mehr zu verdienen. Unter dem Strich standen 649 Millionen Euro Gewinn - gut doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern waren es 933 nach zuvor 619 Millionen Euro.

Notenbank

Frankfurt, 26.10.2017 (Reuters) - Die Geldschwemme der EZB schiebt die Kreditvergabe in der Euro-Zone zunehmend an. Banken reichten im September an Unternehmen 2,5 Prozent mehr Darlehen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Im August hatte der Zuwachs 2,4 Prozent betragen. An private Haushalte vergaben die Institute im September 2,7 Prozent mehr Kredite.

Kreditvergabe


Frankfurt, 24.10.2017 (Reuters) - Deutsche Geldhäuser sind Unternehmen bei der Kreditvergabe zuletzt etwas entgegengekommen. Die Institute lockerten im dritten Quartal im Zuge der konjunkturellen Erholung und der Geldschwemme der EZB ihre Vergabestandards für Firmendarlehen leicht, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank hervorgeht. Laut Bundesbank lockerten die hiesigen Institute zudem bei Darlehen für den privaten Wohnungsbau und bei Verbraucherkrediten ihre Standards leicht.

Geldpolitik

Frankfurt, 13.10.2017 (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will den Ausstieg aus dem Kaufprogramm für Anleihen laut Kreisen offenbar mit einer vergleichsweise starken Reduzierung starten. Die Notenbank erwäge ihre monatlichen Anleihekäufe ab Januar mindestens um die Hälfte zu kürzen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag und berief sich auf namentlich nicht genannte Personen, die mit der Diskussion vertraut seien. Das eingeschränkte Kaufprogramm solle im kommenden Jahr noch mindestens neun Monate fortgesetzt werden, hieß es weiter.

Regulierung

London, 10.10.2017 (Reuters) - Im zähen Ringen um eine Reform der weltweiten Kapitalvorschriften für Banken steuern die USA und Europa Insidern zufolge auf einen Kompromiss zu. Beim Hauptstreitpunkt - inwieweit Großbanken die Risiken in ihren Bilanzen mit internen Modellen herunterrechnen dürfen, um Kapital zu sparen - könne man sich wohl in der Mitte treffen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen aus Aufsichtsbehörden und Banken der Nachrichtenagentur Reuters.

Firmenkunden

Das von KfW Research geschätzte Kreditneugeschäft der deutschen Banken und Sparkassen mit Unternehmen und Selbstständigen gewinnt weiter an Tempo: Im 2. Quartal 2017 hat es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit +4,8 % erneut stark zugelegt, nachdem bereits im Vorquartal die Wachstumsrate bei +2,9 % gelegen hatte. Zurzeit entwickelt sich die Kreditvergabe damit so dynamisch wie seit Beginn der Finanzmarktkrise nicht mehr. Und das aus einem deutlich erfreulicheren Grund: Hatte vor zehn Jahren der abrupte Wirtschaftsabschwung zur Folge, dass Unternehmen aufgrund von Liquiditätsengpässen verstärkt kurzfristige Kredite in Anspruch nehmen mussten, so spiegelt die aktuelle Belebung die anhaltend robuste Konjunktur in Deutschland wider, die zu steigender Investitionsneigung – und damit einhergehend Kreditnachfrage – führt.