Bilanz

Kassel, 28.03.2017 (dpa) - Die Evangelische Bank (EB) plant trotz eines guten Geschäftsjahrs, gut ein Fünftel ihrer Mitarbeiter abzubauen. «Bis zum Jahr 2021 werden wir 100 Stellen abbauen», sagte Vorstandschef Thomas Katzenmayer am Dienstag in Kassel. Insgesamt hat die Kirchenbank nach seinen Angaben 486 Mitarbeiter an 14 Standorten.

Bilanz

Schwäbisch Hall, 28.03.2017 (dpa/lsw) - Mit einem dicken Finanzpolster wappnet sich Deutschlands größte Bausparkasse Schwäbisch Hall für schlechte Geschäfte in der Niedrigzinsphase. Es seien Sonder-Rückstellungen in Höhe von 175 Millionen Euro gebildet worden, teilte das Finanzinstitut am Dienstag in Schwäbisch Hall mit. Dadurch sank das Vorsteuer-Ergebnis 2016 um mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) auf 158 Millionen Euro. «Die Rückstellungen haben wir gebildet für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass die Niedrigzinssituation länger anhält», sagte Institutschef Reinhard Klein.

Geschäftsklimaindex

Berlin, 27.03.2017 (Reuters) - Die Stimmung unter den deutschen Firmenchefs ist so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im März überraschend um 1,2 auf 112,3 Punkte. "Dies ist der höchste Wert seit Juli 2011", wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten erwartet, dass der wichtigste deutsche Frühindikator auf dem Vormonatsniveau verharrt. "Der Aufschwung gewinnt an Kraft", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Firmenchefs bewerteten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser als zuletzt.

Marktstruktur

Frankfurt, 23.03.2017 (Reuters) - Aus Sicht der EZB-Bankenaufsicht könnten Fusionen und Übernahme für mehr Effizienz in der Branche sorgen. Aktuell arbeiteten die Geldhäuser auf Grund bestehender Überkapazitäten nicht so wirtschaftlich wie es sein könnte, sagte die oberste Bankenwächterin der Euro-Zone, Daniele Nouy, am Donnerstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des EU-Parlaments. "Das legt nahe, dass es einigen Spielraum für Effizienzgewinne durch Konsolidierung geben könnte", sagte die Französin. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass damit nicht auf das Problem eines "to big to fail" zugesteuert werde.

Bankenaufsicht

Frankfurt, 15.03.2017 (Reuters) - Im Ringen um eine Reform der globalen Kapitalregeln für Geldhäuser hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dazu aufgerufen, die Verhandlungen nicht auf die lange Bank zu schieben. Die anhaltende regulatorische Unsicherheit belaste die Banken, sagte Weidmann am Mittwoch auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt. "Eine schnelle Wiederaufnahme der Verhandlungen wäre in unserem gemeinsamen Interesse." Die Verabschiedung des Basel-III-Reformpakets zieht sich schon länger hin. Vor allem Europäer und Amerikaner streiten über die neuen Regeln. Die deutsche Bankenaufsicht hatte unlängst sogar vor einem Scheitern der Gespräche gewarnt. Eigentlich sollten die Reformen im Januar beschlossen werden.

Jahresbilanz

14032017 BVR-Silz-003 BILANZ PKFrankfurt, 14.03.2017 – Die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben im Geschäftsjahr 2016 erneut Ertragsstärke bewiesen. Mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 6,8 Milliarden Euro – plus 2,2 Prozent – liegen die vorläufigen Ergebnisse der Kreditgenossenschaften wieder auf einem hohen Niveau.

Bankenaufsicht

Eine angemessene Regulierung abgestuft nach Risikogehalt und Größe, die ihrer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft gerecht wird – das forderten Sparkassen und Genossenschaftsbanken heute in Berlin. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), das Weltinstitut der Sparkassen (WSBI) und die Europäische Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB) thematisierten auf einer gemeinsamen Konferenz in Berlin, den Beitrag ihrer Häuser für die Anliegen der G20-Präsidentschaft Deutschlands. Im Gegenzug forderten sie, bereits auf internationaler Ebene die Weichen für eine angemessene Regulierung kleiner Institute und solcher mit einfachen Geschäftsmodell richtig zu stellen.

Privatkundengeschäft

Frankfurt/Main (dpa) - Die Sparkassen in Deutschland wollen ihren Privatkunden Strafzinsen nach wie vor ersparen. "Negativzinsen für Sparer sehe ich ... weiterhin nicht", sagte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon am Mittwoch laut Redetext in Frankfurt. "Die Sparkassen wollen einen solchen Schritt nicht und stemmen sich mit ganzer Kraft dagegen - auch zu Lasten der eigenen Ertragslage."

Unternehmensstrategie

Frankfurt/Main, 7.3.2017 (dpa) - Die genossenschaftliche DZ-Bank-Gruppe ordnet ihr Immobiliengeschäft für Gewerbe- und Privatkunden neu. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 sollen von den bislang vier Gesellschaften in diesem Geschäftsfeld noch zwei übrig sein, wie die DZ Bank am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Konzernumbau

Frankfurt/Main, 6.3.2017 (dpa) - Beim neuerlichen Umbau der Deutschen Bank werden weitere Arbeitsplätze hierzulande wegfallen. «Es wird sicherlich einige Jobverluste in Deutschland geben», sagte Bankchef John Cryan am Montag in einem Interview mit dem Wirtschaftssender Bloomberg TV. Genaue Zahlen nannte er nicht. Zunächst begännen die Verhandlungen mit allen Beteiligten. «Wir machen es auf die deutsche Art», erklärte er. «Wir wollen zu einer Übereinkunft kommen.»

Girokonto

Berlin, 3.3.2017 (dpa) - Verbraucherschützer ziehen gegen drei Kreditinstitute wegen der Gebühren für Basiskonten vor Gericht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat nach eigenen Angaben gegen die Deutsche Bank, die Postbank und die Sparkasse Holstein Klagen eingereicht. Deren Entgelte für «Jedermann-Konten», die etwa auch Obdachlosen und Flüchtlingen Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen sollen, seien unangemessen hoch, teilte der vzbv am Freitag mit. Verbraucher müssten mehr zahlen als für vergleichbare Konten. Gerichte sollen nun prüfen, ob die Gebühren angemessen sind.