Automatisierte Vermögensverwaltung

Frankfurt/Berlin, 17.07.2018 (dpa) - Verbraucherschützer verlangen von der Finanzaufsicht Bafin schärfere Regeln für Geldanlage-Roboter im Internet. Die Qualität der noch recht neuen Instrumente, die Sparern eine automatisierte Vermögensverwaltung anbieten, sei für Anleger schwer zu beurteilen und teils «zweifelhaft», kritisierte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Dienstag. Nötig sei eine strengere Finanzaufsicht. «Verbraucher müssen nachvollziehen können, was Algorithmen bei der Geldanlage wie entscheiden», forderte vzbv-Finanzexpertin Dorothea Mohn.

Europäische Bankenregulierung

Brüssel, 12.07.2018 (dpa) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht eine Einigung über strengere Bankenregeln in Europa als Grundvoraussetzung für weitere EU- und Eurozonenreformen. «Das ist die Voraussetzung dafür, dass Fortschritte an anderer Stelle möglich werden», sagte Scholz am Donnerstag im Europaparlament in Brüssel.

Geldpolitik

Luxemburg, 10.07.2018 (dpa) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Dienstag über die umstrittenen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) beraten. Die Beteiligten brachten vor dem höchsten EU-Gericht in Luxemburg ihre Anliegen vor. Ein Urteil dürfte in einigen Monaten fallen. Der EuGH-Generalanwalt soll nun am 5. Oktober seine Sicht der Dinge darlegen.

Jubiläum

München, 10.07.2018 (dpa/lby) - Bayerns Genossenschaften feiern sich zum 125. Bestehen selbst als Bollwerk der Verlässlichkeit. «Genossenschaften schaffen Stabilität, wenn Märkte versagen», sagte Jürgen Gros, der Präsident des bayerischen Genossenschaftsverbands, am Dienstag in München. Die Genossenschaften hätten seit Ende des 19. Jahrhunderts das Ende der Monarchie, zwei Weltkriege, Weltwirtschafts- und Finanzkrisen überstanden. Das Jubiläum wird an diesem Donnerstag bei einem Festakt in Unterschleißheim groß gefeiert, Festredner ist Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Zahlungsverkehr

Berlin, 26.06.2018 (dpa) - Google bringt seinen Smartphone-Bezahldienst nach Deutschland und kommt damit dem Rivalen Apple zuvor. Bei Google Pay ersetzt ein Telefon mit dem Google-Betriebssystem Android die Kreditkarte, zum Zahlen hält man das Gerät im Laden an das Terminal. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk unterstützen - ein großer Teil der Terminals in Deutschland wurde bereits entsprechend umgerüstet. Außerdem kann man mit Google Pay auch bei Online-Käufen sowie in Apps bezahlen.

EU

Meseberg, 19. Jun (Reuters) - Deutschland und Frankreich haben sich am Dienstag auf umfangreiche Vorschläge für Reformen in der EU geeinigt. Diese reichen von der Einrichtung eines jährlichen Euro-Zonen-Budgets über eine Interventionsarmee bis zur Prüfung, ob außenpolitische Entscheidungen der EU künftig mit Mehrheit getroffen werden können. "Seit zehn Jahren hat es keine so weitreichend deutsch-französischen Verabredungen mehr gegeben", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Meseberg. Die Kanzlerin sprach von einem guten Tag für die deutsch-französische Zusammenarbeit. "Wir schlagen in der ganzen Breite ein neues Kapitel auf", sagte sie.

Geldpolitik

Sintra, 19.06.2018 (Reuters) - EZB-Präsident Mario Draghi hat ein behutsames Vorgehen bei einer künftigen Zinsanhebung angekündigt. "Wir werden geduldig bleiben, was die Bestimmung des Timings unserer ersten Zinserhöhung betrifft und wir werden danach schrittweise vorgehen bei der Anpassung der Geldpolitik", sagte der Italiener am Dienstag auf einer Notenbank-Konferenz der Europäischen Zentralbank im portugiesischen Sintra. Am Geldmarkt würden diese Erwartungen weitgehend widergespiegelt. Derzeit wird dort mit einer ersten Anhebung des Einlagensatzes im September 2019 gerechnet. Dieser liegt aktuell bei minus 0,4 Prozent. Banken müssen also Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Notenbank über Nacht Geld parken.

Europa

Sintra, 19.06.2018 (Reuters) - Die Bankenaufseher der EZB streben Insidern zufolge im Ringen um neue Regeln für Geldhäuser zum Abbau von Problemkrediten eine Kompromisslösung an. Auf diese Weise könnten sowohl die Aufseher ihr Gesicht wahren als auch schwächere Länder die Vorgaben akzeptieren, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Vorschlag könnte unter anderem, den Banken einige Jahre Zeit für die Vorsorge geben und Ausnahmen einführen für Länder, in denen der Gesetzesrahmen nur einen langsamen Zugriff auf gestellte Sicherheiten ermögliche. Eine Entscheidung werde wohl im Sommer gefällt.

Wettbewerb

Berlin, 22.05.2018 (dpa) - Die Postbank will bis Ende 2018 etwa jede zehnte ihrer rund 1000 Filialen schließen. "Am Ende werden es deutlich über 100 in diesem Jahr sein", zitierte die Bild am Sonntag Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß. Auf einer internen Streichliste, die der Zeitung eigenen Angaben zufolge vorliegt, seien allein 72 über ganz Deutschland verteilte Standorte aufgeführt: von Albstadt (Baden-Württemberg) bis Zwickau (Sachsen). Das Bundesland Nordrhein-Westfalen sei demnach mit 21 Schließungen am stärksten betroffen. Die Filial-Schließungen laufen nach Angaben der Zeitung seit Februar und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Zahlungsverkehr

Berlin, 22.05.2018 - Die Rechnung im Restaurant unter Freunden teilen? Dem Patenkind einen Geldbetrag zum Geburtstag übergeben? Seit Ende 2016 bieten Volksbanken und Raiffeisenbanken unter der Bezeichnung "Geld senden & anfordern“ sowie Sparkassen mit "Kwitt“ in ihren Banking-Apps ihren Kunden das einfache bargeldlose Senden von Geld über das Smartphone an. Seit Februar 2018 sind die beiden Bezahllösungen untereinander interoperabel, so dass Kunden beider Institutsgruppen über diese Lösungen bereits gegenseitig Geld senden und anfordern können. Ab Anfang Juni 2018 werden beide Institutsgruppen diese jeweiligen Angebote nun auch unter dem gemeinsamen Markennamen Kwitt anbieten.

Wertpapiergeschäft

Frankfurt am Main, 15.05.2018. Nach einer aktuellen Studie der auf Finanzdienstleister spezialisierten Managementberatung Investors Marketing zeigen Banken und Sparkassen nur wenig Engagement, um ihre Kunden für Wertpapiere zu interessieren. Selbst von den Kunden mit Wertpapieren wurden 25 Prozent noch nie auf Anlagen beispielsweise in Aktien angesprochen, so ein Ergebnis der Studie. „Diese Zurückhaltung ist nur schwer verständlich", sagt Thomas Wollmann, Vorstand bei Investors Marketing (IM). „Denn so lassen die Institute wertvolle Ertragschancen ungenutzt, und zwar sowohl für das eigene Haus als auch für ihre Kunden."