Emissionsvolumen beträgt 250 Millionen Euro / hohes Interesse genossenschaftlicher Banken und institutioneller Anleger / Köhler: „Nachhaltigkeit im Kerngeschäft verankert"

Die DZ BANK hat am gestrigen Dienstag ihren ersten eigenen Green Bond am Markt platziert. Die grüne Anleihe im Format Senior Preferred mit einem Volumen von 250 Millionen Euro war deutlich überzeichnet. Insbesondere bei genossenschaftlichen Banken und institutionellen Anlegern war das Interesse an dem Green Bond groß. Die Ausgestaltung der Anleihe orientiert sich an den „Green Bond Principles" der International Capital Markets Association (ICMA), einem anerkannten internationalen Standard für grüne Anleihen. Die Emission wurde im Rahmen einer „Green Evaluation" von den Nachhaltigkeitsexperten der Ratingagentur Standard & Poor's Global Ratings (S&P) mit einem Overall Score der Höchstnote „E1" bewertet.

„Nachhaltigkeit ist im Kerngeschäft der DZ BANK Gruppe fest verankert. Das untermauern wir mit unserer ersten eigenen Green Bond-Emission. Das hohe Investoreninteresse und die gute unabhängige Bewertung belegen die Qualität der Emission", sagt Wolfgang Köhler, im Vorstand der DZ BANK für das Konzern-Treasury und das Kapitalmarktgeschäft verantwortlich.

Finanzkonferenz

Mailand/Frankfurt/Paris, 18.09.2018 (Reuters) - Die Deutsche Bank rechnet erst nach Vollendung der europäischen Bankenunion mit grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen in der Branche. "Erst wenn die Bankenunion endgültig steht, wird die Konsolidierung kommen," sagte Christian Sewing, der Chef des größten deutschen Geldhauses, am Dienstag in Mailand. "Die Bankenunion ist dafür eine Vorbedingung." Unter der europäischen Bankenunion wird ein gemeinsamer Mechanismus für die Aufsicht und Abwicklung von Banken in der EU verstanden, inklusive einer gemeinsamen Einlagensicherung. Gerade dieser Punkt ist jedoch heftig umstritten, vor allem in Deutschland. Eine gemeinsame Aufsicht über die Großbanken gibt es hingegen seit 2014 unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB).

CSR

Berlin, 18. September 2018 ─ Das gesellschaftliche Engagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken war im vergangenen Jahr so groß wie nie zuvor. Insgesamt 145 Millionen Euro ließen die Kreditgenossenschaften und ihre Spezialinstitute im Jahr 2017 den Menschen in Deutschland an finanziellen Zuwendungen zukommen. Das ist ein neuer Höchstwert. 106 Millionen Euro wurden durch Volksbanken, Raiffeisenbanken und andere Genossenschaftsbanken gespendet. 30 Millionen Euro kamen durch Sponsoring den Menschen vor Ort zugute, 9 Millionen Euro durch Stiftungserträge. Insbesondere Kindern und Jugendlichen kommt das Engagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe zugute. Das Engagement in Stiftungen überschritt zum ersten Mal die 300-Millionen-Marke und erreichte mit 301 Millionen Euro eine neue Größendimension. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 lag das Gesamtvolumen hier noch bei rund 140 Millionen Euro.

Studie

28.08.2017 – Die Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle sorgen für eine stetig wachsende Kluft zwischen Bereitstellung und Vertrieb von Finanzprodukten. Über digitale Plattformen erreichen Konkurrenten klassischer Banken bereits heute einen Großteil von deren Kundschaft. In Zukunft könnten sie den Konsumenten in noch größerem Stil Leistungen verkaufen. Dies verlangt von Retail-Banken strategische Grundsatzentscheidungen: Sie stehen vor der Wahl, ob sie sich weiter an der Kundenschnittstelle positionieren und dafür selbst aktiv Plattformen gestalten und nutzen oder in Zukunft primär als Produktanbieter auftreten möchten. Wie der "Europäische Retail Banking Survey" von Roland Berger zeigt, zielen zwei Drittel der Institute weiterhin auf eine Positionierung direkt an der Kundenschnittstelle. Allerdings sind sie derzeit noch zu sehr damit beschäftigt, ihr herkömmliches Geschäftsmodell zu digitalisieren: Als Innovationstreiber sehen sich nur zwei Prozent der klassischen Retail-Banken.

Zahlungsverkehr

Berlin, 21.08.2018 (Reuters) - Europa muss sich im internationalen Zahlungsverkehr angesichts des Konflikts über die Iran-Sanktionen nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas unabhängiger von den USA machen. Es sei unverzichtbar, "dass wir europäische Autonomie stärken, indem wir von den USA unabhängige Zahlungskanäle einrichten, einen Europäischen Währungsfonds schaffen und ein unabhängiges Swift-System aufbauen", schrieb der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Ausgabe vom 22.08.2018). Die USA waren gegen den Willen der Europäer aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Inzwischen haben die USA zahlreiche Sanktionen gegen den Iran wieder inkraft gesetzt, die auch europäische Firmen in Mitleidenschaft ziehen. Die Unternehmen müssen sich nun meist entscheiden, ob sie mit dem Iran oder den USA Handel treiben.

Geschäftspolitik

Frankfurt, 21.08.2018 (Reuters) - Die Commerzbank verfolgt ihre Pläne für eine europäische Onlinebank nicht weiter. "Wir haben inzwischen entschieden, das Projekt Copernicus nicht fortzuführen", sagte Privatkundenchef Michael Mandel in einem im Intranet der Commerzbank veröffentlichten Interview, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Die Frankfurter hatten seit Monaten den Aufbau einer europäischen Onlinebank geprüft. "Man kann nicht alles auf einmal machen. Das erhöht die Komplexität und macht einen nicht schneller und effizienter", begründete Mandel die Entscheidung. "Wir haben einen klaren Fokus auf Wachstum und Effizienz in den Geschäftsfeldern, die einen direkten positiven Einfluss auf unsere Profitabilität haben."

EU

Jena, 14.08.2018 (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Euro-Zonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel: Er habe keinen Haushalt und keine parlamentarische Kontrolle. "Das Schlagwort Finanzminister hat bisher gar keinen Unterbau."

Zahlungsverkehr

Frankfurt/Berlin, 07.08.2018 (dpa) - Der Markt für mobiles Bezahlen per Smartphone in Deutschland kommt weiter in Bewegung. Ab 13. August würden 85 Prozent aller 915 Volks- und Raiffeisenbanken das Bezahlen mit dem Handy ermöglichen, teilte der Genossenschaftsverband BVR am Dienstag in Berlin mit. Die verbleibenden Institute der Gruppe folgten 2019. Damit komme man «den Nutzungsgewohnheiten vieler Kunden, die ihr Smartphone immer griffbereit haben», entgegen, erklärte der Verband.

Datenschutz

New York, 07.08.2018 (dpa) - Facebook will Banken bestimmte Dienstleistungen zur Kundenbetreuung anbieten, fragt nach eigenen Angaben dabei aber nicht aktiv nach Finanzdaten von Nutzern. Das Online-Netzwerk dementierte am Dienstag teilweise einen Bericht des «Wall Street Journal», wonach Facebook sich aus Interesse an Informationen etwa zu Einkäufen mit Kreditkarten oder Kontoständen im vergangenen Jahr an große US-Geldhäuser wie JPMorgan Chase, Wells Fargo, Citigroup und US Bancorp gewandt habe.

Zahlungsverkehr

San Francisco/Frankfurt, 01.08.2018 (Reuters) - Apple bringt seinen Bezahldienst Apple Pay nun auch nach  Deutschland. Der Service zum Bezahlen per Smartphone solle noch in diesem Jahr hierzulande eingeführt werden, sagte Apple-Chef Tim Cook am Dienstag in einer Analystenkonferenz zu den Quartalszahlen. Weitere Details etwa zu den Namen der Banken oder zum Gebührenmodell nannte er nicht. Die Deutsche Bank wird mit von der Partie sein: "Später in diesem Jahr wird die Deutsche Bank Apple Pay auf den Markt bringen", sagte ein Sprecher des Geldhauses auf Anfrage.

Fintechs

Berlin, 31.07.2018 – Die weltweiten Investitionen in Start-ups aus dem Finanzdienstleistungsbereich betrugen im ersten Halbjahr 57,9 Milliarden Dollar und haben damit bereits die Summe des gesamten Jahres 2017 übertroffen (38,1 Milliarden Dollar). Das zeigt die aktuelle KPMG-Analyse „Pulse of Fintech", für die die weltweiten M&A-Deals und Finanzierungsrunden mit Fintechs im ersten Halbjahr 2018 ausgewertet wurden.