Wettbewerb

Berlin, 22.05.2018 (dpa) - Die Postbank will bis Ende 2018 etwa jede zehnte ihrer rund 1000 Filialen schließen. "Am Ende werden es deutlich über 100 in diesem Jahr sein", zitierte die Bild am Sonntag Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß. Auf einer internen Streichliste, die der Zeitung eigenen Angaben zufolge vorliegt, seien allein 72 über ganz Deutschland verteilte Standorte aufgeführt: von Albstadt (Baden-Württemberg) bis Zwickau (Sachsen). Das Bundesland Nordrhein-Westfalen sei demnach mit 21 Schließungen am stärksten betroffen. Die Filial-Schließungen laufen nach Angaben der Zeitung seit Februar und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Zahlungsverkehr

Berlin, 22.05.2018 - Die Rechnung im Restaurant unter Freunden teilen? Dem Patenkind einen Geldbetrag zum Geburtstag übergeben? Seit Ende 2016 bieten Volksbanken und Raiffeisenbanken unter der Bezeichnung "Geld senden & anfordern“ sowie Sparkassen mit "Kwitt“ in ihren Banking-Apps ihren Kunden das einfache bargeldlose Senden von Geld über das Smartphone an. Seit Februar 2018 sind die beiden Bezahllösungen untereinander interoperabel, so dass Kunden beider Institutsgruppen über diese Lösungen bereits gegenseitig Geld senden und anfordern können. Ab Anfang Juni 2018 werden beide Institutsgruppen diese jeweiligen Angebote nun auch unter dem gemeinsamen Markennamen Kwitt anbieten.

Wertpapiergeschäft

Frankfurt am Main, 15.05.2018. Nach einer aktuellen Studie der auf Finanzdienstleister spezialisierten Managementberatung Investors Marketing zeigen Banken und Sparkassen nur wenig Engagement, um ihre Kunden für Wertpapiere zu interessieren. Selbst von den Kunden mit Wertpapieren wurden 25 Prozent noch nie auf Anlagen beispielsweise in Aktien angesprochen, so ein Ergebnis der Studie. „Diese Zurückhaltung ist nur schwer verständlich", sagt Thomas Wollmann, Vorstand bei Investors Marketing (IM). „Denn so lassen die Institute wertvolle Ertragschancen ungenutzt, und zwar sowohl für das eigene Haus als auch für ihre Kunden."

Zentralbanken

Frankfurt, 08.05.2918 (Reuters) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gewählt worden. Seine zweite Amtszeit beginne am 1. November 2018, teilte die BIZ am Dienstag in Basel mit. Der Verwaltungsrat kommt mindestens sechs mal im Jahr zusammen. Er legt Strategie und Ausrichtung der BIZ fest, die als Zentralbank der Notenbanken gilt und eine wichtige Denkschmiede für die internationale Geldpolitik ist. Bei der BIZ sind zudem wichtige Gremien wie der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht angedockt, der die globalen Standards für die Regulierung der Kreditwirtschaft festsetzt.

 

Europa

Berlin, 02. Mai (Reuters) - Die umstrittene EU-Einlagensicherung könnte einer Studie zufolge die Gefahren in der Euro-Zone durch faule Bankkredite nur schwer auffangen. Es gebe weiter signifikante Risiken in den Bilanzen systemrelevanter Geldhäuser des Währungsraumes, heißt es in einer Reuters am Mittwoch vorliegenden Untersuchung des arbeitgebernahen Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Der Anteil an faulen Krediten sei dabei zwischen den einzelnen Banken so unterschiedlich, dass eine gemeinsame Einlagensicherung zu einem dauerhaften Transfermechanismus führe.

Geldpolitik

Frankfurt, 26.04.2018 (Reuters) - Die Europäische Zentralbank scheut angesichts von Sorgen vor einem eskalierenden Handelsstreit und einer möglichen Abschwächung der Konjunktur vor größeren Entscheidungen zunächst zurück. Die EZB fällte am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung in Frankfurt noch keinen Beschluss zu den vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufen. Denn die jüngsten Konjunkturdaten fielen für EZB-Chef Mario Draghi unerwartet schwach aus. Sollte das Wirtschaftswachstum abflauen, dürfte die angestrebte Kurswende schwierig werden. "Wenn wir eine Anhebung der Zölle haben, eine Zunahme des Protektionismus, könnte es direkte Auswirkungen geben", sagte Draghi mit Blick auf die Wirtschaft. Bisher habe sich der Protektionismus noch weitgehend verbal geäußert und noch keine Spirale von Schutzzöllen und Gegenmaßnahmen in Gang gesetzt. "Doch wir wissen noch nicht, welches Ausmaß die Vergeltung annehmen wird."

Eurozone

Berlin, 19.04,2018 (Reuters) – Die Bundesregierung will den Weg zu einer gemeinsamen europäischen Absicherung von Bank-Spareinlagen nicht dauerhaft versperren. "Wir sind auch bereit, in einer vielleicht nicht unmittelbaren, aber ferneren Zukunft, ein gemeinsames Einlagensicherungssystem zu machen", sagte Merkel am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. "Aber wir wollen, dass Haftung und Risiken durchaus zusammengehalten werden", ergänzte die CDU-Politikerin. Sie sei "sehr optimistisch", dass man die Bankenunion vollenden könne. Hintergrund ist die Debatte, wie weit die faulen Kredite bei den Banken abgebaut sein müssen, bevor eine europäische Solidarität für in Not geratene Finanzinstitute greifen soll.

Ergebnis

Frankfurt/Main, 12.04.2018 (dpa) - Die staatliche Förderbank KfW bekommt die Zinsflaute zunehmend zu spüren. Im vergangenen Jahr fiel der Konzerngewinn mit gut 1,4 Milliarden Euro wie angekündigt niedriger aus als im Jahr zuvor. Damals hatte die KfW beim Überschuss knapp die Marke von zwei Milliarden Euro überschritten, obwohl üppige Gewinne nicht das Hauptziel des Instituts sind. "Wir haben immer gesagt, dass wir keine Zwei-Milliarden-Euro-Bank sind", sagte der neue Vorstandschef Günther Bräunig am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz 2017.

Zahlungsverkehr

Frankfurt/Main, 03.04.2018 (dpa) - Kontaktloses Bezahlen an der Ladenkasse im Vorbeigehen oder mit einer App auf dem Handy - neue Bezahlverfahren sind im Kommen. Doch nicht alle Menschen können oder wollen auf diese Weise ihre Einkäufe bezahlen. Nahezu alle Bundesbürger befürchten einer Umfrage der Bundesbank zufolge, dass sich beispielsweise ältere Menschen in einer Welt ohne Bargeld nicht mehr zurecht finden würden. «Verbraucher müssen auch künftig und durchgängig die Wahl haben, ob sie mit neuen Technologien oder lieber bar zahlen wollen», fordert Finanzexperte Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Finanzbranche

Berlin/München, 20.03.2018 (dpa-AFX) - Die Berliner Smartphone-Bank N26 hat sich von Investoren wie dem Versicherer Allianz eine Millionensumme für ihren Geschäftsausbau gesichert. Insgesamt brachte die Finanzierungsrunde dem Unternehmen 160 Millionen Dollar (130 Mio Euro) ein, wie N26 am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Bank zufolge ist dies die bisher größte Eigenkapital-Finanzierung im deutschen Fintech-Sektor abseits von Börsengängen. Unter den Geldgebern ist auch der chinesische Internet-Riese Tencent.

Wertpapiergeschäft

20. März 2018 - Die Zinsen bleiben dauerhaft niedrig: Davon sind knapp zwei Drittel der Deutschen - 64 Prozent - überzeugt. Dass sie in den kommenden zwölf Monaten steigen, glauben sogar nur 2 Prozent der Befragten. Am Sparverhalten der Deutschen ändert das Zinsniveau allerdings wenig. Knapp die Hälfte der Befragten würde auch bei steigenden Zinsen ihre Geldanlage nicht anpassen. Dies sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie "Aktienkultur in Deutschland", für die 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren im Auftrag der "Aktion pro Aktie" im Januar 2018 befragt wurden.