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Ein überzeugter Genossenschaftsbanker verabschiedet sich

HILDESHEIM, 20.05.2019 – Bei der Vertreterversammlung in der Volksbank-Arena begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat 210 stimmberechtigte Vertreter in der Volksbank-Arena. Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 stellte der Vorstandsvorsitzende Henning Deneke-Jöhrens fest, dass sich Geschäftsentwicklung und Ertragslage insgesamt gut entwickelt haben.

Entwicklung der Volksbank eG im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Bilanzsumme erhöhte sich erneut (um 3%) und betrug Ende vergangenen Jahres 2,35 Mrd. €. Die Anlagebereitschaft der Mitglieder und Kunden in kurzfristige Bankeinlagen hält unverändert an. So stieg das von der Bank betreute Kundenwertvolumen im Jahr 2018 um weitere 81,2 Mio. € auf einen neuen Höchststand von 4,5 Mrd. €. Maßgebliche Treiber für diesen Anstieg sind neben wachsenden Sichteinlagen die Kursanstiege an den Finanzmärkten sowie regelmäßiges Sparen in mittel- und langfristige Vorsorgeprodukte.

Kreditgeschäft

Die saldierte Ausgabe an Kundenkrediten konnte um 67 Mio. € auf 1,2 Mrd. € gesteigert werden. Dabei konnten Fälligkeiten mehr als ausgeglichen werden. Das Kreditneugeschäft nahm sogar um 50 % zu, befeuert durch das niedrige Zinsniveau, das für mutige Investitionen sorgte.

Zusätzlich zur Vergabe von Krediten aus Bankeinlagen vermittelt die Volksbank eG Darlehen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie markt- und kundenorientiert zinsverbilligte Kredite, Eigenkapitalhilfen und Bürgschaften von Bund und Ländern.

Kundeneinlagen

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Kundeneinlagen insgesamt um 12 Mio. € und erreichten mit rund 3 Mrd. € einen neuen Höchststand. Insbesondere täglich fällige Einlagen und andere kurzfristige Einlagen sorgten für Zuwachs im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Zinsertrag / Zinsaufwand

Der Zinsertrag aus Kredit- und Geldmarktgeschäften, festverzinslichen Wertpapieren und laufenden Erträgen reduzierte sich um rd. 3,2 Mio.€ nach 5,4 Mio. € im Vorjahr.

Die Zinsaufwendungen reduzierten sich um insgesamt 1,3 Mio. €. Dieser Rückgang ist auf eine rückläufige Durchschnittsverzinsung trotz der gestiegenen Volumina von Spar- und Sichteinlagen zurückzuführen. Per Saldo hat sich der Überschuss aus Zinsergebnis und laufenden Erträgen zum Vorjahr somit um 1,7 Mio. € verringert. Er belief sich auf 45,8 Mio. €. „Damit haben wir seit 2014, dem Jahr unserer Fusion einen Rückgang im Zinsergebnis in Höhe von 17,5 Mio. € erfolgreich aufgefangen", berichtete Henning Deneke-Jöhrens über das gute Wirtschaften der Bank. Er fügte hinzu: „Wir erwarten bis 2022 einen weiteren Rückgang von rund 1 Mio. €, falls sich an der  Zinspolitik der EZB nichts ändert. Ab spätestens dann wird unsere Volksbank keine weiteren Rückgänge verzeichnen, da wir dann die Bodenbildung erreicht und uns auf ein dauerhaft vermindertes Zinsergebnis eingestellt haben." Eine Abfederung soll auch durch das Provisionsgeschäft erfolgen.

Provisionsüberschuss / Provisionsaufwand

So konnte die Volksbank eG auch 2018 der Provisionsertrag steigern. Der reduzierte Provisionsüberschuss liegt in den höheren Provisionsaufwendungen begründet. Hier wirkt sich insbesondere das stark wachsende Geschäft mit den Kreditvermittlern aus. „In den kommenden Jahren werden die hohen Provisionsaufwendungen durch die Zinseinnahmen aus dem Vermittlungsgeschäft mehr als ausgeglichen," ist sich der Vorstandsvorsitzende sicher, „insofern ist dies eine Investition in die Zukunft." Insgesamt trägt das Provisionsergebnis mit 18,2 Mio. € zum Jahresergebnis 2018 bei.

Der Personalaufwand sank um 2,5 Mio. €. Ursachen hierfür sind unter anderem die Zunahme von Teilzeitbeschäftigten im Rahmen des Geschäftsstellenkonzepts. Im Posten „Andere Verwaltungsaufwendungen" sind z.B. Entwicklung neuer Produkte und Optimierung von Prozessen enthalten. Sie betrugen insgesamt 15,7 Mio. €, und damit 400 T€ mehr als im Vorjahr. Diese Aufwendungen sieht die Bank als Investition, die in den nächsten Jahren zu höheren Erträgen führen. Der Verwaltungsaufwand konnte um 900 T€ auf 45 Mio. € reduziert werden.

Gewinnverwendung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Volksbank eG ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 32,8 Mio. €. Nach der Zuweisung von 20 Mio. € in das Eigenkapital errechnet sich nach weitere Vorwegzuweisungen in die Ergebnisrücklagen ein Bilanzgewinn 2018 von rund 4 Mio. €.

6 % Dividende

Den Vertretern wurde vorgeschlagen, einer 6%igen Dividende in Höhe von insgesamt 805.401,31 €, der Einstellung in die gesetzlichen Rücklagen in Höhe von 1.050.000,00 € und in andere Ergebnisrücklagen in Höhe von 2.099.109,23 € zuzustimmen.

Satzungsänderungen

Die Satzungsänderungen sind zum Beispiel wegen der neuen Datenschutz-Grundverordnung erforderlich. Sie beziehen sich aber auch auf die Nutzung der digitalen Technik, um Informationen zugänglich zu machen. Auch für den Grundgedanken der Volksbank, zur Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells soll damit der Weg geebnet werden.

Abstimmungen

Die Abstimmungen über den Jahresabschluss, die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Satzungsänderungen verliefen einstimmig positiv.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Heiko Söhle erläuterte, dass nach Beendigung der diesjährigen Vertreterversammlung turnusmäßig die Aufsichtsratsmitglieder Friederike Gottenströter-Kairies, Ralf Winkelmann und er selbst ausscheiden. Da keine anderen Vorschläge eingereicht wurden, schlägt der Aufsichtsrat Wiederwahl vor. Die Vertreter stimmten dem Vorschlag zu.

Die „besondere" Vertreterversammlung

Schon mit der Einladung war klar: Diese Vertreterversammlung ist anders. Für viele Vertreter ist es die erste Versammlung, da sie erst in diesem Jahr gewählt wurden. Die Anzahl der Vertreter insgesamt reduzierte sich satzungsbedingt von 454 auf 326, der Frauenanteil erhöhte sich deutlich, der Altersdurchschnitt sank.

Digitalisierung, demografischer Wandel, strenge Regulatorik und anhaltende Niedrigzinspolitik sind Herausforderungen, denen sich alle Banken in den letzten Jahren stellen mussten. Auch auf das veränderte Kundenverhalten gilt es zu reagieren. Der Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen genügt es jedoch nicht, zu reagieren. Seit einigen Monaten arbeiten Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter der Bank in Formaten wie Zukunftskonferenz, Zukunftsdialoge und Zukunftsmessen
an einer stabilen und dynamischen Strategie, die ihre Bank in eine sichere Zukunft führen soll.

Henning Deneke-Jöhrens betonte, dass diese „neue" Vertreterversammlung zum Anlass genommen wurde, etwas Neues auszuprobieren. Bereits 2 Stunden vor Beginn konnten sich Vertreterinnen und Vertreter über die Pläne ihrer Hausbank unter dem Motto „Volksbank eG 2025" an fünf Messeständen darüber informieren, wie sich die Bank 2025 positionieren will und was sie dafür tun muss. Dass die Zukunft jetzt beginnt, demonstrierten anschaulich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank, die die Messestände „Mitgliedernetzwerk", „Online-Vertrieb & Digitales Bezahlen", „KundenDialogCenter", „Immobilien" sowie „Arbeitgeberattraktivität & Gesundheitsförderung" betreuten.


Weitere Informationen:
Ina Suray
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www.vb-eg.de


 Foto: Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen