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WIESBADEN, 04.01.2019 – Die Wiesbadener Volksbank ist 2018 erneut deutlich gewachsen und hat ihr Kundenvolumen ausgebaut. „Profitabel zu wirtschaften, ist für Kreditinstitute im aktuellen Marktumfeld nicht einfach. Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass wir unseren Wachstumskurs fortsetzen und ein gutes Ergebnis erzielen konnten", sagte Dr. Matthias Hildner bei der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen auf der Bilanzpressekonferenz am 3. Januar 2019.

Der Vorstandsvorsitzende sieht die Genossenschaftsbank auf gutem Kurs. Im abgelaufenen Jahr hat sie ihr Profil als Qualitätsanbieter weiter geschärft. Sie hat die Erreichbarkeit für ihre Kunden auf allen Kanälen ausgebaut und die Digitalisierung vorangetrieben, um effizienter sowie für den Kunden erlebbar schneller und einfacher zu werden.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 191,1 Mio. Euro oder 4,4 Prozent auf 4.508,5 Mio. Euro. Gemessen an dieser Kenngröße zählt das Kreditinstitut aus der hessischen Landeshauptstadt weiter zu den größten Volksbanken in Deutschland (Platz 11 ohne genossenschaftliche Spezialinstitute per Ende 2017).

Das betreute Kundengeschäftsvolumen, das neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft berücksichtigt, erhöhte sich um 3,5 Prozent und lag mit 9,1 Mrd. Euro erstmals über der 9 Milliarden Euro-Grenze.

Kundeneinlagen – solide Refinanzierungsquelle für die Kreditvergabe

Auf der Passivseite verzeichnete die Bank einen Zuwachs von 92,3 Mio. Euro oder 2,7 Prozent an Kundeneinlagen. Die Gelder der Kunden aus der Region in Höhe von 3.558,2 Mio. Euro bildeten mit einem Anteil von 78,9 Prozent an der Bilanzsumme erneut eine solide Refinanzierungsquelle für die Kreditvergabe in die Region. Zinsbedingt blieben kurzfristig fällige Einlagen weiter gefragt.

Kundenkredite wieder mit deutlichem Plus

Auf der Aktivseite führte die gute Geschäftsentwicklung zur Ausweitung der Kundenforderungen. Ausgehend von einem hohen Niveau wurden diese um 220,1 Mio. Euro oder 6,8 Prozent auf 3.441,9 Mio. Euro gesteigert und stellten mit 76,3 Prozent der Bilanzsumme den größten Aktivposten dar. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren langfristige Immobilienfinanzierungen. Erneut war die Wiesbadener Volksbank damit ein zuverlässiger und kompetenter Finanzierungspartner für ihre Firmen- und Privatkunden.

Wertpapiergeschäft – Fondssparen und Vermögensverwaltung im Trend

Bei der privaten Vorsorge und beim Vermögensaufbau legten die Kunden der Bank ihr Geld verstärkt in Wertpapieren an. Besonders gefragt waren Investmentfonds. „Gerade beim Einstieg raten wir zur schrittweisen Anlage in Fondsprodukte. Wir empfehlen, monatlich zu kaufen und das sehr langfristig. So können Schwankungen an den Kapitalmärkten besser ausgeglichen und ein insgesamt optimierter Einstiegskurs erzielt werden", erklärte Dr. Hildner. In der Vermögensverwaltung ergänzte die Bank ihr Angebot für kleine und mittlere Vermögen ab 25.000 Euro und verzeichnete mit ihrem WVB Vermögenskonzept einen erfreulichen Volumenzuwachs.

Zinsergebnis mit 88,0 Mio. Euro wichtigste Ertragsquelle

Der Zinsüberschuss stellt die wichtigste Ertragsquelle der Bank dar. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase lag er mit 88,0 Mio. Euro nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Positiv ausgewirkt hat sich hierbei das gestiegene Kundenvolumen.

Provisionsüberschuss bleibt mit 26,0 Mio. Euro stabil

Der Provisionsüberschuss trug mit 26,0 Mio. Euro wesentlich zur Ergebnisstabilisierung bei. Neben dem Wertpapiergeschäft profitierte die Wiesbadener Volksbank hier von ihrer starken Position im Verbund- und Vermittlungsgeschäft.

Immobilien-Vermittlung liefert erneut starkes Ergebnis

Einen bedeutenden Ergebnisbeitrag hierzu lieferte die Immobilien-Vermittlung. Auch 2018 gelang es der Bank, sich in einem Markt mit extrem knappem Angebot sehr gut zu positionieren. Der Erfolg resultierte aus einer Vielzahl von Beratungsgesprächen, die mit Käufern und Verkäufern geführt wurden. „Unsere Kunden schätzen uns auch in diesem Geschäftsbereich als kompetenten Partner mit regionaler Marktkenntnis", erläuterte Dr. Hildner.

Kosten – Investitionen in die Zukunftsfähigkeit

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 1,2 Mio. Euro oder 2,0 Prozent auf 61,1 Mio. Euro. Für den Anstieg verantwortlich waren insbesondere Investitionen in die Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Bank. Hierzu zählten beispielsweise die Weiterentwicklung der digitalen Angebote und Infrastruktur, der Ausbau des telefonischen Kundenservice sowie die Modernisierungen im Standortnetz.

Die damit verbundenen Mehrausgaben konnten durch Einsparungen in anderen Bereichen teilweise ausgeglichen werden. Die Cost-Income-Ratio, das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, lag bei 56,0 Prozent und fiel damit deutlich besser aus als der Durchschnittswert vergleichbarer Banken. Der Nettoaufwand aus „Sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen" erhöhte sich durch weitere Zuführungen zu den Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung.

Betriebsergebnis vor Bewertung bei 49,4 Mio. Euro

Das Betriebsergebnis erreichte einen Wert in Höhe von 49,4 Mio. Euro. Bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme bewegte sich die Ergebnisspanne mit 1,1 Prozent weiter auf dem strategisch angestrebten Zielniveau.

Risikovorsorge profitiert von guten konjunkturellen Rahmenbedingungen

Das Bewertungsergebnis ging auf 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,3 Mio. Euro) zurück. Während sich die Abschreibungen im Bereich der eigenen Wertpapiere erhöhten, wirkten sich die günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie die stabile Verfassung der Unternehmen entlastend auf die Risikovorsorge im Kreditgeschäft aus. Alle Forderungen wurden vorsichtig bewertet und sämtliche erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen und Rückstellungen abgedeckt.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit mit 42,7 Mio. Euro auf gutem Niveau

Nach Bewertung beläuft sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf 42,7 Mio. Euro nach 45,1 Mio. Euro im Vorjahr. Mit diesem Wert ist die Bank nach wie vor sehr zufrieden. „Dank unserer starken Vertriebsleistung und konsequenter Kostensteuerung ist es gelungen, die niedrigzinsbedingten Ergebniseinbußen und den betrieblichen Mehraufwand in überschaubaren Grenzen zu halten", kommentierte Dr. Hildner.

Eigenkapitalstärkung hat weiter Priorität

Das Ergebnis ermöglicht der Bank erneut eine angemessene Stärkung ihres Eigenkapitals und ihrer Vorsorgereserven. Die Gesamtkapitalquote erreicht 19,2 Prozent. Damit ist die Wiesbadener Volksbank im Wettbewerbsvergleich außerordentlich robust aufgestellt. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Beschlüsse durch Aufsichtsrat und Vertreterversammlung will die Bank aus dem Jahresüberschuss von 13,3 Mio. Euro, neben einer Rücklagenzuführung, eine Dividende von 6 Prozent an die Mitglieder der Bank zahlen.

Stabile Wertschöpfung – wichtig für die Region

Mit der geplanten Dividendenausschüttung, den gezahlten Gehältern an ihre Mitarbeiter sowie der Auftragsvergabe an die heimische Wirtschaft konnte die Bank wieder einen beachtlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region leisten. Hinzu kommen allein aus der Gewerbeertragsteuer Abgaben von rund 9 Mio. Euro. Darüber hinaus profitierten im abgelaufenen Jahr wieder zahlreiche regionale Projekte und Institutionen aus Bildung, Kultur, Kunst, Sport und dem Sozialbereich von einer finanziellen Unterstützung.

Mitarbeiter entscheidend für den stabilen Erfolg

Einen entscheidenden Anteil am nachhaltigen Erfolg der Bank haben die 601 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank. Aus diesem Grund ist die kontinuierliche Förderung ihrer Fähigkeiten und Potenziale zentrales Anliegen der Personalentwicklung. Investitionen in Bildung sind für die Bank die beste Garantie für exzellente Leistungen, innovative Produkte und hochwertigen Service. Das gilt auch im Bereich der Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte. Zum Jahreswechsel befanden sich insgesamt 54 junge Menschen in der Ausbildung sowie in diversen berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen.

Bankentest 2018 – Wiesbadener Volksbank erneut vorn

Für ihre Beratungsqualität wurde die Wiesbadener Volksbank 2018 erneut ausgezeichnet. Beim „FOCUS-MONEY CityContest" erreichte sie den ersten Platz im Bereich Privatkundenberatung in Wiesbaden. Zum wiederholten Male wurde sie laut dem FOCUS-SPEZIAL Immobilienatlas 2018 TOP Makler. Diese Auszeichnungen sind für die Bank Bestätigung und Ansporn zugleich, weiterhin Mitgliedern und Kunden optimale Lösungen für ihren individuellen Bedarf anzubieten.

Neugestaltung der Hauptgeschäftsstelle – mehr Platz für das persönliche Gespräch

Mehr Platz für das persönliche Gespräch und den individuellen Service – dieses Ziel verfolgte die Bank mit der umfangreichen Modernisierung ihrer Hauptgeschäftsstelle am Schillerplatz. „Die Wartezeit der Umbauphase hat sich gelohnt", ist Dr. Hildner überzeugt. „Für unsere Kunden bringt die Neugestaltung entscheidende Vorteile. Insbesondere beim Wunsch nach Diskretion konnten wir die frühere Situation verbessern." Fünf zeitgemäß gestaltete Beratungszimmer stehen für persönliche Kundengespräche zur Verfügung. Im Foyer und in der Kundenhalle gewährleisten zehn Selbstbedienungsgeräte einen reibungslosen Bargeld- und Kontoservice. Bei individuellen Serviceanliegen unterstützen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. „Es lohnt sich, in die Bank zu kommen", so Dr. Hildner. Fachlich fundierte persönliche Beratung vor Ort bietet seiner Meinung nach gerade bei wichtigen Themen wie der Baufinanzierung, der Altersvorsorge oder dem Vermögensaufbau einen klaren Mehrwert.

Omnikanal-Strategie kommt an

Neben den Investitionen in die Präsenz vor Ort und den Kontakt von Mensch zu Mensch hat die Wiesbadener Volksbank ihre Kundennähe auch auf den digitalen Kanälen ausgebaut.

Der Leistungsumfang und der Komfort der angebotenen Banking-Apps nehmen stetig zu. Basisdienstleistungen werden verstärkt telefonisch über das Kundencenter in Anspruch genommen. Zunehmend nachgefragt wird ebenso das Beratungsangebot per Video.

Ausblick: Mit Zuversicht ins neue Jahr

Während sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen weiterhin günstig auswirken werden, bleiben die geldpolitischen Voraussetzungen außerordentlich herausfordernd. Der Zins- und Margendruck wird laut Dr. Hildner anhalten. „Deshalb gilt es, unser Geschäftsergebnis weiter zu stabilisieren. Wir sind zuversichtlich, dass uns das auch 2019 durch Wachstum im Geschäft mit zufriedenen Kunden und mit der gewohnten Kostendisziplin gelingen wird."

20190104 Wiesbadener VB Bilanz


Weitere Informationen:
Daniel Engel
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www.wvb.de