Drucken
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Digitalwährungen

Frankfurt/Berlin, 28.02.2018 (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat sich gegen ein Verbot von Kryptowährungen ausgesprochen. Für digitale Währungen wie Bitcoin sollte es zwar klare gesetzliche Regelungen geben, diese dürften aber nicht auf Kosten der Technologie dahinter erfolgen. "Das Fehlen klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen kann genauso wie ein Zuviel an Regulierung den Erfolg der Blockchain-Technologie gefährden", teilte der Verband am Mittwoch mit.

Für die Finanzindustrie biete die Blockchain-Technologie viele Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel für die Wertpapierabwicklung, den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr oder die Versicherungsbranche. Die Bundesregierung solle sich daher für klare gesetzliche Rahmenbedingungen bei Geschäften mit Kryptowährungen einsetzen.

Zugleich spricht sich der Verband gegen einen vollends unregulierten Bereich aus. Kryptowährungen hätten eher den Charakter einer spekulativen Geldanlage als eines Zahlungsverkehrsmittels. Daher sei nicht zu rechtfertigen, dass die strengen Regeln des Verbraucherschutzes nicht gelten würden. Bei einem weiteren Wachstum der Anlagen in Kryptowährungen seien auch Risiken für die Finanzstabilität nicht auszuschließen.

Nach einem rasanten Kursanstieg sind viele Digitalwährungen unter Druck geraten, unter anderem weil immer mehr Länder Regulierungen planen. Finanzaufseher der Europäischen Union hatten zuletzt vor den extremen Preisschwankungen bei Bitcoin und Co. gewarnt. Anleger müssten sich im Klaren sein, dass es keinerlei Schutz gebe und sie ihr gesamtes Vermögen verlieren könnten.