1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Bilanzwirksames Kundengeschäft weiter ausgebaut / Wertpapiergeschäft legt zu / Ergebnis erneut auf hohem Niveau / Vielfalt der Zugangswege wächst

WIESBADEN, 04.01.2018 – Die Wiesbadener Volksbank kann für das Jahr 2017 erneut ein solides Geschäftsergebnis vorlegen. Die vorläufigen Zahlen zeigen: Die Bank ist nachhaltig im Kundengeschäft gewachsen. In nahezu allen Vertriebsbereichen wurden erfreuliche Steigerungsraten erzielt. „Damit konnten wir unsere Marktposition stärken und gleichzeitig den Belastungen der Niedrigzinsphase erfolgreich entgegenwirken", stellte der Vorstandsvorsitzende, Dr. Matthias Hildner, auf der Jahrespressekonferenz am 4. Januar 2018 fest. Die gute Ertragslage will die Bank für eine weitere Stärkung ihrer Kapitalbasis sowie ihrer Vorsorgereserven nutzen. „Damit sichern wir uns angesichts der steigenden gesetzlichen Kapitalanforderungen wertvollen Wachstumsspielraum für die Zukunft", erklärte Dr. Hildner.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 291,6 Mio. Euro oder 7,2 Prozent auf 4.317,2 Mio. Euro. Gemessen an dieser Kenngröße nimmt die Volksbank aus der hessischen Landeshauptstadt bundesweit Platz 11 unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken ein (Genossenschaftsbanken ohne genossenschaftliche Spezialinstitute per Ende 2016).

Das betreute Kundengeschäftsvolumen, das neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft berücksichtigt, wuchs um 6,9 Prozent auf 8,8 Mrd. Euro.

7,0 Prozent mehr an Kundeneinlagen

Auf der Passivseite der Bilanz summierten sich die Kundeneinlagen auf 3.465,9 Mio. Euro. Damit sind sie im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 Prozent oder 227,3 Mio. Euro gestiegen. Die maßgebliche Refinanzierungsquelle der Bank hat einen Anteil von 80,3 Prozent an der Bilanzsumme. Im Fokus der Anleger waren weiterhin die kurzfristig verfügbaren Anlageformen wie Sicht- und Geldmarkteinlagen.

Kredite erstmals über 3 Milliarden Euro

Der Bestand an Kundenforderungen erhöhte sich erneut überdurchschnittlich um 7,6 Prozent oder 226,2 Mio. Euro auf 3.221,8 Mio. Euro und lag damit erstmals über der 3 Milliarden Euro-Grenze. Mit 74,6 Prozent der Bilanzsumme stellt das Kundenkreditvolumen weiterhin den bedeutendsten Aktivposten. Insbesondere durch den Anstieg der Immobilienfinanzierungen und aufgrund ihrer regional starken Rolle in der Mittelstandsfinanzierung blieb die Wiesbadener Volksbank ein wichtiger Partner für Privat- und Firmenkunden.

Wertpapiergeschäft profitiert von Börsenentwicklung und neuem Standort

Das Wertpapiergeschäft profitierte von der positiven Börsenentwicklung. Auch weil mit klassischen Anlageformen kaum noch Zinsen zu erzielen waren, wurden freie Mittel verstärkt in Aktien und Fonds angelegt. Positiv auf die Entwicklung in diesem Geschäftsfeld wirkte sich die Eröffnung des neuen Wertpapier-Kompetenzzentrums in der Juliusstraße 2 aus. „Von Beginn an wurde unser neuer Standort von unseren Kunden sehr gut angenommen", betonte Dr. Hildner.

Zinsergebnis trotzt schwierigem Niedrigzinsumfeld

Durch die starken Wachstumsraten im Zinsgeschäft konnten die Ertragsbelastungen der Niedrigzinspolitik nahezu ausgeglichen werden. Der Zinsüberschuss erreichte einen Wert von 89,0 Mio. Euro (Vorjahr: 90,6 Mio. Euro).

Provisionsergebnis auf 25,8 Mio. Euro gestiegen

Im Anstieg des Provisionsergebnisses von 24,5 Mio. Euro auf 25,8 Mio. Euro spiegelt sich nicht nur der Ausbau des Wertpapiergeschäftes wider. Hinzu kamen leicht erhöhte Ergebnisse im Zahlungsverkehr. In der Immobilien-Vermittlung erreichte die Bank – trotz angespannter Marktverhältnisse auf der Angebotsseite – ihr bestes Ergebnis seit Gründung der Abteilung im Jahr 1979. „Unser Erfolg beruht auf unserem guten Namen, unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer intensiven Kundenbetreuung", kommentiert der Vorstandsvorsitzende die außergewöhnlich erfreuliche Ergebnissteigerung in diesem Bereich.

Kostenanstieg begrenzt

Mit konsequenter Kostensteuerung konnte die Bank den Mehraufwand infolge von Tariferhöhungen, fortgesetzten Investitionen in die Digitalisierung und die Modernisierung der Bank sowie allgemeinen Preissteigerungen auf einen Zuwachs von 1,2 Prozent begrenzen. Der Verwaltungsaufwand betrug insgesamt 60,0 Mio. Euro nach 59,2 Mio. Euro im Vorjahr. Operativ hat sich das Ergebnis der Bank aufgrund der guten Vertriebserfolge und der moderaten Kostensteigerung stabil entwickelt. Die wirtschaftliche Effizienz der Wiesbadener Volksbank bestätigt sich in der Aufwands-Ertragsrelation, die sich mit 53,8 Prozent auf einem sehr guten Niveau bewegt. Der Saldo aus „Sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen" wurde im Wesentlichen durch weitere Zuführungen zu Pensionsrückstellungen infolge der niedrigzinsbedingten Anpassung des Bewertungszinssatzes belastet. Im Vorjahr hatte die gesetzliche Änderung der Bewertung von Pensionsrückstellungen zu Entlastungen geführt.

Betriebsergebnis weiter auf sehr gutem Niveau

Das Betriebsergebnis erreichte einen Wert in Höhe von 52,2 Mio. Euro. Bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme bewegte sich die Ergebnisspanne mit 1,2 Prozent auf einem sehr guten Niveau.

Bewertungsergebnis leicht verbessert

Das Bewertungsergebnis verbesserte sich leicht auf 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro). Höheren Abschreibungen im Bereich der eigenen Wertpapiere stand eine gesunkene Risikovorsorge im Kreditgeschäft gegenüber. Alle Forderungen wurden vorsichtig bewertet und sämtliche erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen und Rückstellungen abgedeckt. Die insgesamt gute Entwicklung führt die Bank auf die stabilen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie ihre konservative Kreditpolitik zurück. „Wir wollen wachsen, aber nicht um jeden Preis. Für uns geht Qualität stets vor Quantität", betonte Dr. Hildner.

Stärkung der Rücklagen und Vorsorgereserven vorgesehen

Nach Bewertung beläuft sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf 44,9 Mio. Euro, nach 48,6 Mio. Euro im Jahr 2016. Das gute Ergebnis will die Bank nutzen und die Rücklagen sowie den Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter aufstocken. Mit einer Gesamtkapitalquote von annähernd 20 Prozent erfüllt sie die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Eigenkapital mit komfortablem Spielraum – auch im Hinblick auf die zu erwartenden veränderten Eigenkapitalvorschriften, die unter der Überschrift Basel III stehen und ab 2019 vollumfänglich gelten sollen. Aus dem Jahresüberschuss von 13,3 Mio. Euro will die Bank ihren 67.249 Mitgliedern wieder eine Dividende von 6 Prozent zahlen.

Fortschritte beim Weg in die Zukunft

Neben der guten Geschäftsentwicklung war das Jahr 2017 für die Wiesbadener Volksbank durch weitere Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Zukunftsstrategie geprägt. Dabei ist sie ihrem Ziel der optimalen Nutzung und Vernetzung ihrer Zugangswege – Internet, Telefon und Filiale – ein ganzes Stück nähergekommen.

Online-Banking und Kundencenter erfolgreich ausgebaut

Da immer mehr Kunden auch die digitalen Kontaktwege und Serviceangebote der Bank in Anspruch nehmen, hat sie ihr Onlinekonzept weiterentwickelt und neue digitale Angebote eingeführt. Gleichzeitig wurde der Leistungsumfang ihres Kundencenters erweitert. Fast 200.000 Kundenanfragen und -aufträge wurden 2017 per Mail, am Telefon und seit Ende des Jahres auch über Video angenommen und lösungsorientiert bearbeitet. Mittlerweile arbeiten hier rund 40 gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mehr Raum und Personal für qualitativ hochwertige individuelle Beratung

Mehr Raum und Personal für qualitativ hochwertige individuelle Beratung – dieses Ziel verfolgt die Wiesbadener Volksbank nicht nur beim Ausbau ihrer Spezialisierung im Private Banking und in der Firmenkundenberatung. Auch bei der Anpassung ihres Geschäftsstellennetzes setzt die Bank weiter auf hohe Beratungskompetenz.

Ihr Ansatz der ganzheitlichen Qualitätsberatung kommt bei ihren Kunden und im Wettbewerbsvergleich gut an. Beim „FOCUS-MONEY CityContest" wurde sie 2017 Testsieger im Bereich Privatkundenberatung in Wiesbaden. Acht Banken wurden dabei in den Vergleich einbezogen.

„Gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird der Bedarf an persönlicher Beratung in den Bereichen Vorsorge, Absicherung, Immobilien, Liquidität und Vermögen steigen", so Dr. Hildner. Deshalb sieht die Bank hier Wachstumspotenzial. 2017 hat sie verstärkt in solche Geschäftsstellen investiert, die sich hinsichtlich ihres Standortes und Raumangebotes eignen, den erhöhten Ansprüchen auch in Zukunft zu genügen. Im Berichtszeitraum wurden lediglich behutsame Veränderungen im Filialnetz vorgenommen. So wurde ein Standort neu eröffnet, eine kleinere, immer weniger frequentierte Stelle geschlossen, zwei weitere wurden zu SB-Standorten umgewandelt. „Mit 23 personenbesetzten Standorten und 10 SB-Stellen sind wir weiterhin flächendeckend in unserem Geschäftsgebiet vertreten", merkte Dr. Hildner an.

Attraktive Arbeitsplätze für 604 Mitarbeiter

Zum Jahresende beschäftigte die Wiesbadener Volksbank 604 Mitarbeiter. Sie ist damit ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr (624) resultiert aus natürlicher Fluktuation. Gerade vor dem Hintergrund des wachsenden Beratungsbedarfs und der fortschreitenden Digitalisierung kann die Bank mit ihrem Angebot einer abwechslungsreichen und fundierten Ausbildung und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten gute berufliche Perspektiven bieten.

Ausblick: Alle Zeichen stehen auf Wachstum

Für das Jahr 2018 rechnet die Bank mit anhaltend stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das sind gute Voraussetzungen, um weiter zu wachsen. Auch wenn die Belastungen aus der Niedrigzinsphase und der zunehmenden Regulatorik steigen werden, rechnet der Vorstandsvorsitzende 2018 wiederum mit einem guten Ergebnis. „Die solide Kapitalausstattung, die gute Reputation und die von den Kunden wahrgenommene Qualität unserer Dienstleistungen sind Argumente, mit denen wir auch weiter überzeugen können."


Weitere Informationen:
Robert Jungnitsch
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.wvb.de