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Bankenaufsicht

Eine angemessene Regulierung abgestuft nach Risikogehalt und Größe, die ihrer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft gerecht wird – das forderten Sparkassen und Genossenschaftsbanken heute in Berlin. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), das Weltinstitut der Sparkassen (WSBI) und die Europäische Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB) thematisierten auf einer gemeinsamen Konferenz in Berlin, den Beitrag ihrer Häuser für die Anliegen der G20-Präsidentschaft Deutschlands. Im Gegenzug forderten sie, bereits auf internationaler Ebene die Weichen für eine angemessene Regulierung kleiner Institute und solcher mit einfachen Geschäftsmodell richtig zu stellen.

 "Wir brauchen eine besser abgestufte Regulierung. Internationale Großkonzerne gehören auch weiterhin engmaschig kontrolliert, denn von ihnen können große Ansteckungsgefahren ausgehen. Bei klassischen Retailinstituten mit überschaubarer Größe und einfachem Geschäftsmodell reichen abgespeckte Regeln, um das gleiche Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Wir fordern daher eine Small and Simple Banking Box für die Bankenregulierung", so Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

"Stabilität durch Vielfalt ist unsere Devise", so Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), "bei den anstehenden Regulierungsvorhaben wie etwa der Umsetzung von Basel III im CRR/CRD Review muss Proportionalität für kleine und mittlere Banken einen zentralen Ansatz bilden."

"Wenn es um nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung vor Ort geht, spielen die rund 6.000 Sparkassen und Retailbanken im Weltinstitut der Sparkassen eine maßgebliche Rolle. Bei der wirtschaftlichen Teilhabe in weltweit 80 Ländern sind sie ein wichtiger Treiber, und zwar sowohl bei Bankverbindungen mit privaten Haushalten als auch mit lokalen Geschäftsleuten", sagte Heinrich Haasis, Vorsitzender des Weltinstituts der Sparkassen und Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung der internationale Kooperation.

Gerhard Hofmann, Präsident der European Association of Co-operative Banks (EACB) betont: "Regeln für Banken müssen wirksam sein, aber die EU muss auch die Effizienz in der Regulierung stärker gewichten. Es wäre viel gewonnen, wenn es gelänge, Finanzstabilität zu geringeren administrativen Aufwendungen für die Institute und damit zu geringeren Kosten für die Volkswirtschaften zu erreichen."