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WIESBADEN, 07.01.2020 – 2019 war für die Wiesbadener Volksbank erneut ein gutes Geschäftsjahr. So lautet das Fazit des Vorstandsvorsitzenden, Dr. Matthias Hildner, bei der Präsentation der vorläufigen Geschäftszahlen auf der Bilanz-Pressekonferenz am 7. Januar 2020. In einem nach wie vor herausfordernden Marktumfeld ist es der Bank gelungen, in den entscheidenden Geschäftsfeldern weiter zu wachsen.

Damit hat sie ihre starke Marktposition gefestigt und ein solides Ergebnis erzielt. Das zeigt: Auch in Zeiten von Negativzinsen und Volatilitäten an den Kapitalmärkten konnte die Bank ihren Mitgliedern und Kunden passende Lösungen bieten, mit denen sich Risiken abfedern und Chancen nutzen lassen. „Diesen Erfolg verdanken wir unserem klaren strategischen Fokus auf die Region und der engagierten Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Dr. Hildner.

Bilanzsumme erstmals über fünf Milliarden Euro

Die Bilanzsumme stieg um 528,7 Mio. Euro oder 11,7 Prozent erstmals auf mehr als fünf Milliarden Euro. Mit 5.037,9 Mio. Euro zählt das Kreditinstitut aus der hessischen Landeshauptstadt weiter zu den größten Volksbanken in Deutschland (Platz 12 ohne genossenschaftliche Spezialinstitute per Ende 2018). Das betreute Kundengeschäfts-volumen, das neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft berücksichtigt, erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 9,6 Mrd. Euro.

Kundeneinlagen – Liquidität und Sicherheit weiter im Trend

Im Einlagengeschäft hielt der Trend der Vorjahre zur kurzfristigen Geldanlage an. Insgesamt nahmen die Kundeneinlagen um 177,2 Mio. Euro oder 5,0 Prozent auf 3.735,5 Mio. Euro zu. Die Kundeneinlagenquote lag bei 74,2 Prozent und ist ein Beleg für das hohe Vertrauen der Mitglieder und Kunden in die Bank als sichere Verwalterin ihrer Ersparnisse.

Kreditgeschäft – Immobilienfinanzierungen erneut Wachstumsträger

Die Wachstumsdynamik im Kreditgeschäft setzte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fort. Den Schwerpunkt bildete die Nachfrage nach langfristigen Immobilienfinanzierungen privater und gewerblicher Kreditnehmer. Hierbei zählten Flexibilität, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit mit zu den Vorteilen, die die Bank aufgrund ihrer Größe und Struktur ihren Kunden bieten kann. Der Bestand an Kunden-forderungen erhöhte sich um 212,3 Mio. Euro oder 6,2 Prozent auf 3.654,0 Mio. Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zugleich Tilgungsrückflüsse in Höhe von mehr als 400 Mio. Euro durch Neugeschäft kompensiert wurden.

Wertpapiergeschäft – Interesse an nachhaltigen Kapitalanlagen steigt

Im Gegensatz zum Vorjahr bot 2019 an den Kapitalmärkten wieder Grund zur Freude. Die Werte der wichtigen Leitindizes legten deutlich zu. Dementsprechend hat sich das Durchhaltevermögen für viele Wertpapierbesitzer bewährt und im abgelaufenen Jahr zu erfreulichen Vermögenszuwächsen geführt. „Wer ein Vermögen aufbauen oder sichern möchte oder für die Altersvorsorge spart, ist mit einer langfristig orientierten und strukturierten Anlagestrategie immer noch am erfolgreichsten", so Dr. Hildner. Aufgrund der zunehmenden Komplexität infolge der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen standen insbesondere Fondsanlagen und vermögens-verwaltende Anlageformen im Fokus der Kunden.

Deutlich zugenommen hat das Interesse an nachhaltigen Kapitalanlagen. Neben Rendite-, Verfügbarkeits- und Sicherheitsgesichtspunkten berücksichtigen Anleger dabei gleichzeitig soziale und umweltbezogene Kriterien. Namhafte Studien belegen, dass nachhaltige Investments bei Rendite und Risiko den Vergleich mit konventionellen Anlagen nicht scheuen müssen – im Gegenteil.

Zins- und Provisionsüberschuss ergeben stabilen Rohertrag

Der Zinsüberschuss lag bei 87,3 Mio. Euro und erreichte damit erwartungsgemäß nicht ganz das Vorjahresniveau. „Mit dem erfreulichen Wachstum des Geschäftsvolumens haben wir unsere Ertragsbasis stärken können. Dadurch ist es gelungen, die niedrigzinsbedingten Ergebnisbelastungen nahezu zu kompensieren", kommentiert der Vorstandsvorsitzende die Entwicklung. Ihr Provisionsergebnis konnte die Bank auf 27,8 Mio. Euro steigern. Zum guten Ergebnis trug maßgeblich die Nachfrage im Wertpapiergeschäft bei. Hinzu kamen gute Erfolge aus der Vermittlung von Finanzprodukten der genossenschaftlichen Verbundpartner.

40 Jahre Immobilien-Vermittlung – hohe Leistungsfähigkeit zahlt sich aus

Auch der Beitrag der Vermittlung von Immobilien zum Provisionsergebnis lag wiederum auf hohem Niveau, obwohl sich die Angebotsseite zunehmend zum Engpassfaktor für zusätzliches Wachstum entwickelt. Im abgelaufenen Jahr konnte der Geschäftsbereich auf 40 Jahre Markterfahrung zurückblicken. Die Kenntnis der regionalen Gegebenheiten und die qualifizierte persönliche Beratung durch Spezialisten machen die Bank auch hier zu einem leistungsfähigen Partner.

Verwaltungsaufwand – Kostenbewusstsein bewährt sich

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen auf 64,4 Mio. Euro. Der Mehraufwand resultierte vorwiegend aus Tariferhöhungen, fortgesetzten Investitionen in die Digitalisierung sowie allgemeinen Preissteigerungen.

Hinzu kamen Aufwendungen für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen. 2019 profitierten hiervon besonders die Standorte in Biebrich und Eltville. „Einerseits setzen wir konsequent auf das Kostenbewusstsein aller Mitarbeiter. Das wirkt bereits seit Jahren positiv auf unsere Profitabilität", erläutert Dr. Hildner. „Auf der anderen Seite investieren wir ziel- und bedarfsgerecht, um unseren Mitgliedern und Kunden immer den hochwertigen Service ihrer Wiesbadener Volksbank bieten zu können." Die Cost-Income-Ratio, das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag, lag bei 58,6 Prozent und ist ein Beleg für das solide betriebswirtschaftliche Fundament und die Effizienz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Nettoaufwand aus „Sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen" erhöhte sich durch weitere niedrigzinsbedingte Zuführungen zu den Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung.

Betriebsergebnis vor Bewertung erreicht 46,7 Mio. Euro

Vor Bewertung erreichte das Betriebsergebnis einen Wert in Höhe von 46,7 Mio. Euro. Bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme bewegte sich die Ergebnisspanne mit knapp 1,0 Prozent auf gutem Niveau.

Risikovorsorge rückläufig

Die Aufwendungen für die Risikovorsorge konnten aufgrund der guten konjunkturellen Lage in der Region und der stabilen Verfassung der heimischen Unternehmen weiter auf 6,0 Mio. Euro reduziert werden. Alle Forderungen wurden vorsichtig bewertet und sämtliche erkennbaren Risiken durch Wertberichtigungen und Rückstellungen abgedeckt.

Weitere Eigenkapitalstärkung und Dividendenzahlung vorgesehen

Nach Abzug der erforderlichen Bewertungsmaßnahmen beläuft sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf 40,7 Mio. Euro. Das Ergebnis ermöglicht der Bank erneut eine angemessene Stärkung ihres Eigenkapitals und ihrer Vorsorgereserven. Die Gesamt-/Kernkapitalquote erreicht 19,5 Prozent. Damit ist die Wiesbadener Volksbank im Wettbewerbsvergleich außerordentlich robust aufgestellt. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Beschlüsse durch die Vertreterversammlung will die Bank aus dem Jahresüberschuss von 13,2 Mio. Euro, neben einer Rücklagenzuführung, eine Dividende von 6 Prozent an ihre Mitglieder zahlen.

Verantwortung übernehmen – für die Menschen in der Region

Dank ihrer ökonomischen Stärke war die Bank auch im abgelaufenen Jahr in der Lage, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in nennenswertem Maße Rechnung zu tragen. Nicht nur als Kreditgeber, Steuerzahler, sozialer Arbeitgeber und Auftraggeber – auch als Spender und Sponsor hat das Kreditinstitut im vergangenen Jahr einen deutlichen Mehrwert für die Menschen in der Region geschaffen. „Wir setzen uns für gesellschaftliche Vielfalt ein und ermöglichen viele große und kleine Projekte in unserem Geschäftsgebiet – verlässlich und als Partner auf Augenhöhe", kennzeichnet Dr. Hildner die wichtige Rolle der Wiesbadener Volksbank für die Region.

„Beste Bank in Wiesbaden" – doppelter Anlass zur Freude

Doppelten Anlass zur Freude gaben die Auszeichnungen „Beste Bank in Wiesbaden" für die Bereiche „Baufinanzierung" und „Privatkundenberatung". Dieses gute Abschneiden ist nicht zuletzt Anerkennung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich freundlich und kompetent für ihre Kunden da sind.

Attraktiver Arbeitgeber für 614 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Jahresende 2019 beschäftigte die Bank 614 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vom Fachkräftemangel sieht sich die Wiesbadener Volksbank nicht betroffen. Dabei hilft ihr der gute Ruf, den sie als attraktiver Arbeitgeber für hoch qualifizierte und erfahrene Fachkräfte genießt. So können freiwerdende Stellen schnell besetzt werden. Auch die hohe Zahl der Bewerbungen für eine Ausbildung belegt den Erfolg ihrer Personalstrategie.

Immer in der Nähe – vor Ort und digital auf vielen Kanälen

Mit 23 personenbesetzten Standorten und 10 Servicecentern bietet die Wiesbadener Volksbank ein dichtes Leistungsnetz vor Ort. Gleichzeitig kann eine Vielzahl von Basisdienstleistungen telefonisch über das Kundencenter der Bank erledigt werden. Weiter ausgebaut hat die Bank ihre digitalen Angebote: Die Neuerungen reichten dabei vom mobilen Bezahlen mit dem Smartphone und der Echtzeitüberweisung bis hin zum digitalen Anlageassistenten MeinInvest.

Ausblick – gut gerüstet für die Zukunft

Mit Blick auf das Jahr 2020 stellt Dr. Hildner fest: „Die Wiesbadener Volksbank ist stabil und wettbewerbsfähig aufgestellt. Das ist gut, denn die nächsten Jahre werden herausfordernd bleiben." Ein Ende der ultralockeren Geldpolitik lässt sich nicht absehen. Deshalb wird die Bank auch 2020 an ihrer erfolgreichen Strategie festhalten: Wachstumschancen im Markt nutzen, Effizienzsteigerungen in den Kernprozessen fortführen und den Ausbau der digitalen Vertriebswege vorantreiben. Darüber hinaus will sie ihr Jubiläumsjahr (160 Jahre) dazu nutzen, die Innovations-kultur im Haus weiter zu stärken. Dazu dient auch die für 2020 geplante Eröffnung einer Zukunftswerkstatt in der Bleichstraße 1. Hier sollen kreatives Arbeiten und moderne Formen der Zusammenarbeit gefördert werden.

Geschäftsentwicklung 2019

20200107 Wiesbadener VB Bilanz


Weitere Informationen:
Daniel Engel
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www.wvb.de


Foto: Wiesbadener Volksbank eG