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WIESBADEN, 18.11.2019 – In seinem 14. Jahr wechselte das Karten-Forum des DG VERLAGES die Location: Von Bad Homburg zog die Veranstaltung nach Wiesbaden in das hochmoderne RheinMain CongressCenter um. Hier diskutierten am 12. November 2019 über 200 Zahlungsverkehrsexperten der Genossenschaftlichen FinanzGruppe die aktuellen technischen, regulatorischen und geschäftspolitischen Entwicklungen und ihre Bedeutung für die Zukunft des Bezahlens.

Aktualität und Relevanz der Themen machen den von Philipp Otto, Chefredakteur von cards Karten cartes, moderierten Branchentreff zu einem festen Termin im Kalender der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Die zukünftige Rolle des Zahlungsverkehrs und insbesondere der Karten zu definieren, die Genossenschaftliche FinanzGruppe zu positionieren und gemeinsam die Zukunft zu gestalten – nur so können die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigt werden. In seiner Begrüßung zeigte sich Franz-J. Köllner, Mitglied des Vorstandes des DG VERLAGES, zuversichtlich. Heute und in Zukunft trägt der DG VERLAG mit dieser Veranstaltung und dem Angebot von kundenorientierten Lösungen und Produkten seinen Teil zur Information, Kommunikation und erfolgreichen Marktbearbeitung bei.

Bezahlen – von der Strategie zur Umsetzung

Der rasante Wandel und der wachsende Wettbewerb mit den Big Techs sind Herausforderungen für die gesamte Kreditwirtschaft. Daher ist – soweit es die Regulierung zulässt – die Zusammenarbeit der deutschen und auch der europäischen Player gefragt. Es gilt, sich innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, der Deutschen Kreditwirtschaft und europaweit abzustimmen. Das bedeutet: Ausgehend von der konsequenten Kundenzentrierung müssen bestehende Lösungen auf den Prüfstand gestellt werden. Stoßrichtung und Einzelheiten der laufenden Analysen erfuhren die Teilnehmer von Dr. Peter Söhne, Bereichsleiter Geschäftsbereich Cards & Security beim DG VERLAG, Ralf-Christoph Arnoldt, Abteilungsleiter Zahlungsverkehr beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) e.V., sowie Gregor Roth, Bereichsleiter Transaction Management bei der DZ BANK. Das Fazit: Letzen Endes kann die Kreditwirtschaft ihre Stärken nur mit einer Verzahnung der Zahlungsverkehrssysteme – mit dem Konto im Mittelpunkt – weiterentwickeln.

Aus der Praxis für die Praxis

„Schlüssel, Geldbeutel, Smartphone dabei?" Diese Frage stellt sich heute fast jeder, wenn er das Haus verlässt. Mit den digitalen Karten reagieren die Volksbanken und Raiffeisenbanken auf die immense Bedeutung des Smartphones im Alltag der Kunden. Damit ist die perfekte Grundlage für eine mobile Bezahllösung geschaffen, so André Kasten, Mitglied des Vorstandes der Raiffeisen-Volksbank eG in Aurich. Noch sei die Nachfrage nach digitalen Karten allerdings überschaubar – stärkste Wettbewerber seien die kontaktlosen Karten aus dem eigenen Haus. Doch die wichtigste Aufgabe sieht Kasten darin, die Nutzerquote der VR-BankingApp zu erhöhen – und so die Grundlage zu schaffen, um die digitalen Karten zu nutzen.

„Technologie beeinflusst alles"

Auf eine Reise in die nahe Zukunft nahm Lukas Pierre-Bessis, der sich selbst als „Digitaler Evangelist" bezeichnet, die Teilnehmer mit. Dabei belegt er die These „Technologie beeinflusst alles" mit den erstaunlichen und vor allem ungeheuer schnellen Entwicklungen, die uns bis zum Jahr 2025 erwarten. Beeindruckend ist die exponentielle Kraft, mit der sich technische und digitale Lösungen entwickeln. Und mit der nun kommenden Rechnerleistung des Quanten-Computers wird diese Geschwindigkeit noch weit übertroffen. Fakt ist: Eine Datenexplosion mit einer Vielzahl von disruptiven Veränderungen steht uns bevor. Auf Basis des 5 G Netzwerks werden Arbeitswelt und Alltag sich in den nächsten fünf Jahren rasant verändern. Mit Künstlicher Intelligenz, Mixed Reality, Drohnen, Robotik und autonomem Fahren werden sich neue Geschäftsmodelle entwickeln. In diesen können die Banken ihren Platz finden. Denn eines ändert sich wahrscheinlich nicht: Bezahlen müssen wir alle weiterhin.

Potenziale im Firmenkundengeschäft

In Zukunft und Gegenwart des für die Banken nicht weniger spannenden Firmenkundengeschäfts nahm Carlos Gómez-Sáez, Vorsitzender der Geschäftsführung von VR Payment, die Teilnehmer mit. Sein Versprechen für die Zukunft: In dem entstehenden System des Internet of Things erschließen sich neue Anwendungsfelder für das Digital Payment. Damit existieren auch in Zukunft attraktive Ertragschancen für die Volksbanken und Raiffeisenbanken, die ihre Firmenkunden in diesem Bereich gezielt beraten und unterstützen. Die Herausforderungen der Gegenwart: Schon heute sind die Ertragspotenziale beeindruckend. Diese zu heben ist das Ziel der Kampagne #PaymentPower. Mit einem Preis möchte die VR Payment einen Anreiz für die Banken bieten, die Durchdringung am POS und im E-Commerce zu steigern sowie Händlerkunden vom Wettbewerb zurückzugewinnen. Damit steht ein Programmpunkt für das Karten-Forum 2020 bereits heute fest: Die Verleihung des PaymentPower Awards in drei Kategorien und weiterer Preise.

Konsequent nachhaltig

Nachhaltigkeit ist ein Trend, dem sich heute keine Bank mehr verschließen kann. Die 1974 gegründete GLS Bank kann man wohl als absoluten Vorreiter dieser Bewegung bezeichnen. Dieses Bekenntnis erfordert es jedoch, alle Prozesse und Produkte kritisch zu prüfen, um den hohen Kundenerwartungen gerecht zu werden. So gab die GLS als erste deutsche Bank eine kontaktlose Kreditkarte aus 75 % Biorohstoff an ihre Kunden aus. Auch bei den sogenannten Wearables war die Bank ganz vorne mit dabei: Mit der girocard im (Filz-)Schlüsselanhänger erreichte sie eine überwältigend positive Resonanz. Beide Produkte wurden vom DG VERLAG entwickelt und produziert. „Nachhaltig" soll bei der GLS im genossenschaftlichen Sinne auch die Kundenbindung sein. Das genossenschaftliche Alleinstellungsmerkmal „Mitgliedschaft" nutzt die die Bank gezielt für eine langfristige Kundenbindung. Das GLS Bank Mitgliederkonto mit kostenloser (nachhaltiger) Kreditkarte sorgt für vermehrte Neukundengewinnung und Steigerung der Mitgliederquote.

Das Girokonto im Mittelpunkt – die girocard auf Erfolgskurs

Karten und Zahlungsverkehr (der Banken) – noch von Bedeutung? Diese provokante Frage stellte Dr. Andreas Martin, Mitglied des Vorstandes, BVR, vor dem Hintergrund der zahlreichen neuen Player und Produkte von Drittanbietern. Die gute Nachricht: Die Banken sind auf jeden Fall noch im Rennen im Wachstumsmarkt Zahlungsverkehr. Mit dem Girokonto verfügen sie über ein etabliertes und wirksames Kundenbindungsinstrument, das im Mittelpunkt der Zahlungsverkehrslösungen und -produkte steht. Die girocard ist mit steigenden Transaktionszahlen und Umsätzen weiterhin der Erfolgsgarant im Payment. Die Zukunft liegt in einer Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten, Stichwort In-App und E-Commerce.

Auch mit Blick auf die Regulierung befinden sich die Volksbanken und Raiffeisenbanken in einer guten Ausgangsposition für künftige Herausforderungen: Instant Payments entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte, die Erfüllung der PSD2-Anforderungen haben Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeistert – und CAS bietet als zentrales System zur digitalen Kundenauthentifikation neue Chancen.

Information und Gespräche auf dem Marktplatz

Viel Platz bot das RheinMain CongressCenter in den Pausen für angeregte Gespräche mit Kollegen und Verbundpartnern und zur Information auf dem „Marktplatz". Hier standen DZ BANK, VR Payment und DG VERLAG den Primärbankern mit Produkten, Lösungen und Services für Information, Gespräch und Demonstrationen zur Verfügung.

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Expertenrunde auf dem Podium: Moderator Philipp Otto, Chefredakteur cards Karten cartes, im Gespräch mit André Kasten, Vorstandsmitglied, Raiffeisen-Volksbank eG, Gregor Roth, Bereichsleiter Transaction Management, DZ BANK, Dr. Peter Söhne, Geschäftsbereichsleiter Cards & Security, DG VERLAG, sowie Ralf-Christoph Arnoldt, Abteilungsleiter Zahlungsverkehr, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (v.l.n.r.)


Weitere Informationen:
Christoph Korn
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Foto: © DG Verlag eG