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Durch Fortschritt nachhaltig wachsen

KASSEL, 18.06.2019 – Im Rahmen der Generalversammlung der Evangelischen Bank im Kongress Palais in Kassel hat der Vorstand den Mitgliedern ein positives Jahresergebnis 2018 präsentiert. Die Bank verzeichnet für 2018 einen Jahresüberschuss von 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro).

Die weiterhin gute Entwicklung der Forderungen an Kunden führte 2018 zur Steigerung der Bilanzsumme um 5,3 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Kirchenbank hat ihr Eigenkapital nochmals deutlich gestärkt und ihre strategische Positionierung als Spezialdienstleister für Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft weiter vorangetrieben. Die Gesamtkapitalquote der Evangelischen Bank beträgt zum Bilanzstichtag 15 Prozent. Da der Investitionsbedarf in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft steigt, sieht die Bank hier auch in Zukunft attraktive Geschäftschancen. Vor diesem Hintergrund erhöht die Bank ihre Kernkapitalquote sukzessive und richtet diese konsequent auf weiteres Wachstum aus. Die Generalversammlung der Evangelischen Bank hat für 2018 eine Dividende in Höhe von 3 Prozent pro Anteil beschlossen. In Summe schüttet die Kirchenbank über 3,6 Mio. Euro Dividende an ihre Mitglieder aus.

Die Generalversammlung begann mit einer Andacht von Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin des Sprengels Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Anschluss sprach der frühere Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zum Thema „Wirtschaftsethik in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung". Lammert analysierte das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Ethik. Hat Ethik in der Wirtschaft einen Platz? Das sollte sie unbedingt, betonte Norbert Lammert. Immer häufiger gehe es nur noch um den Profit. Die Herausforderung bestehe darin, Ethik und Wirtschaft in Zeiten des Klimawandels und umfassender Transformation in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Die mit der Digitalisierung einhergehende Globalisierung der Märkte habe enorme Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik, meinte Lammert. Davon seien alle Bereiche der Wirtschaft betroffen. Die Wirtschaft werde dabei mit einer höheren Komplexität und Diversität umgehen müssen. Nicht zuletzt sei auch der digitale Wandel selbst mit ethischen Fragestellungen verbunden. Lammert plädierte dafür, „Wirtschaftshandeln nicht auf ökonomische Kalküle zu reduzieren – so, wie man es umgekehrt allerdings auch nicht jenseits aller ökonomischen Vernunft auf ethische Prinzipien reduzieren kann". Es gelte, eine verträgliche, belastbare Balance zu finden, so sein Appell.

Im Anschluss an die inspirierenden, aber auch mahnenden Worte Lammerts, eröffnete Edgar Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Evangelischen Bank, die fünfte ordentliche Generalversammlung der Evangelischen Bank.

50-jähriges Jubiläum der Vorgängerinstitute

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, verwies in seiner Ansprache auf die Tradition der Evangelischen Bank: „Seit dem Zusammenschluss von der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) und der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft (EDG) im Jahr 2014 gibt es die Evangelische Bank nun schon seit fünf Jahren. Die Bank agiert jedoch in der langen Tradition der Vorgängerinstitute, bereits vor 50 Jahren wurden die Grundlagen der heutigen Evangelischen Bank gelegt. Im vergangenen Jahr hätte die EDG ihren 50. Geburtstag gefeiert, die EKK täte es ihr in diesem Jahr gleich. Verankert im Finanzkreislauf von Kirche und Diakonie haben wir uns dem Grundprinzip der christlichen Solidarität verpflichtet. Im Laufe der Zeit  hat sich die Evangelische Bank zur größten Kirchenbank Deutschlands entwickelt", sagte Katzenmayer und ging sodann auf die aktuellen Herausforderungen der Bankenbranche ein. „In der Rückschau der letzten fünf Jahrzehnte lässt sich festhalten, dass sich die aktuellen Rahmenbedingungen für Banken so komplex und herausfordernd wie nie zuvor erweisen. Es herrscht eine Zeit des beschleunigten Wandels und massiver Umbrüche in der Finanzwirtschaft, die von einer fortwährenden Niedrigzinspolitik, einer ausufernden Regulatorik, starkem Wettbewerbsdruck und einer zunehmenden Digitalisierung geprägt ist", so Katzenmayer.

Banken seien mehr denn je gefordert, aus ihren tradierten Mustern auszubrechen. Es gelte, Verantwortung zu übernehmen und die Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen. Verantwortungsvoll zu handeln heiße auch, offen für Fortschritt und Veränderungen zu sein. „Für uns bedeutet es sogar noch mehr: Wir sehen uns in der Verantwortung, den Fortschritt mitzugestalten und Veränderungen dort, wo sie nötig sind, aktiv voranzutreiben. Wir wollen durch Fortschritt nachhaltig wachsen. Dabei bleiben die Ausrichtung an christlichen Werten und unsere Nachhaltigkeitsstrategie der unverhandelbare Markenkern der Evangelischen Bank.", betonte der Vorstandsvorsitzende.


Weitere Informationen:

Izabela Orth
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