Jahresabschluss
Sparda-Bank West zieht vorläufige Jahresbilanz
Düsseldorf | 25.03.2021 | Sparda-Bank West eG
Pandemie-Jahr 2020 zufriedenstellend abgeschlossen

Die Sparda-Bank West veröffentlicht heute ihre vorläufige Bilanz des Geschäftsjahres 2020. Trotz der großen Herausforderungen, die sich aus der Corona-Pandemie ergaben, ist die Genossenschaftsbank weiter gewachsen. Sie steigerte ihre Bilanzsumme um 4,1 Prozent auf 13,15 Milliarden Euro. Für den Vorstandsvorsitzenden Manfred Stevermann ist das ein „zufriedenstellendes Ergebnis, mit dem wir in diesem besonderen Covid-19-Jahr nicht unbedingt gerechnet haben“.

Sparda-Service: Banking unter erschwerten Bedingungen

Schließlich musste die Sparda-Bank West ihren Filialbetrieb im Jahresverlauf aufgrund hoher Inzidenzwerte in ihrem Geschäftsgebiet regional immer wieder stark einschränken. „Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte für uns selbstverständlich Vorrang“, sagt Manfred Stevermann. Und er ergänzt: „Unsere Service- und Beratungsangebote konnten wir daher vor Ort nicht immer in gewohnter Weise zur Verfügung stellen. Unsere Filialteams haben aber alles unternommen, um Kundenanfragen stets schnell zu beantworten und die Menschen unter Wahrung der Hygienevorschriften weiterhin kompetent und umfassend zu beraten.“

Kundenausrichtung: über 10.000 neue Kunden gewonnen

Dieser Einsatz kam bei den Kunden an. Das ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass die Kunden der Bank im vergangenen Jahr trotz angepasster Kontoführungsgebühren und Filialschließungen im Zuge der strukturellen Neuausrichtung weitgehend treu geblieben sind. Ein Rückgang hat es gegeben, er beträgt –2,7 Prozent. Zudem hat die Sparda-Bank West an allen ihren Standorten auch 2020 wieder neue Kunden hinzugewinnen können – wenn auch mit 10.075 Neukunden in etwas geringerem Umfang als in den Jahren zuvor. Insgesamt zählte die Bank Ende des vergangenen Jahres 682.152 Kunden sowie 577.727 Mitglieder und ist damit auch weiterhin die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank Deutschlands.

Kundeneinlagen: Covid-19-Krise sorgt für weitere Steigerung

Noch einmal deutlicher angestiegen als im Vorjahr sind bei der Sparda-Bank West die Kundeneinlagen. Sie gingen um 531 Millionen Euro auf 11,89 Milliarden Euro nach oben (+4,7 Prozent). Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist die Corona-Pandemie, in der die Sparquote hierzulande weiter angezogen hat. „Es gab wenig Möglichkeiten, Geld auszugeben, und in unsicheren Zeiten legen die Menschen eben lieber etwas mehr auf die hohe Kante“, sagt Manfred Stevermann. Für ihn ist es „nur allzu verständlich, wenn Kunden ihr Geld kurzfristig verfügbar halten und zugleich auch noch sicher unterbringen wollen“. Steigende Sichteinlagen auf Giro- oder Sparkonten sind für den Vorstandsvorsitzenden „ein großartiger Vertrauensbeweis in die Stabilität der Sparda-Bank West, aber auch ein Alarmsignal dafür, dass Kunden zu wenig aus ihren Ersparnissen machen.“

Geldanlage: Fondssparen weiter auf dem Vormarsch

Ein wichtiges Ziel der Bank ist daher auch, die Fondssparquote ihrer Kunden zu erhöhen. „Aus Sparern müssen Anleger werden“, bringt es Manfred Stevermann auf den Punkt. Im vergangenen Jahr hat das trotz der Corona-Einschränkungen bereits sehr gut funktioniert. Viele Sparda-Kunden haben die persönlichen Beratungsangebote nicht nur in der Filiale, sondern verstärkt am Telefon genutzt und sich für Alternativen zum Sparbuch oder Girokonto entschieden. Das Betreuungsvolumen ihrer Kunden beim genossenschaftlichen Fondspartner Union Investment konnte die Sparda-Bank West auf diese Weise um 6,4 Prozent auf über 2,7 Milliarden Euro steigern.

Kreditgeschäft: auch in der Pandemie erfolgreicher Baufinanzierer

Gut behauptet hat sich die Genossenschaftsbank auch in ihrem wichtigsten Geschäftsfeld, den Baufinanzierungen. Im Bestand ist sie um 4,4 Prozent auf 6,59 Milliarden Euro gewachsen. Das Neugeschäft blieb mit einem Gesamtvolumen von 1,29 Milliarden Euro fast auf dem Vorjahresniveau. Stärker zu spüren waren die Auswirkungen im Privatkreditgeschäft, das die Bank mit ihrem genossenschaftlichen Partner easyCredit realisiert. Hier hat sich die Pandemie mit den daraus resultierenden Unsicherheiten am Arbeitsmarkt, einem verringerten Einkommenswachstum und den zeitweise geschlossenen Filialen als Dämpfer erwiesen. Das Neugeschäft hat sich mit 47 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (83 Millionen Euro) deutlich reduziert. Der Gesamtbestand ist auf 146,8 Millionen Euro gesunken (–4,7 Prozent).

Zinsergebnis: EZB-Geldpolitik sorgt für weiteren Rückgang

Wie erwartet weiter rückläufig war auch das Zinsergebnis: Mit 129,4 Millionen Euro lag die Bank mit –7,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. „Dieser negative Trend wird sich wohl auch in den kommenden Jahren nicht drehen“, prognostiziert Manfred Stevermann. Er geht davon aus, dass die EZB ihre Niedrigzinspolitik unter den aktuellen krisenhaften Rahmenbedingungen weiter fortführen wird.

Provisionsergebnis: Bank setzt Aufwärtstrend fort

Positiv entwickelte sich für die Sparda-Bank West das Provisionsergebnis. Hier konnte die Bank erneut gut zulegen und hat mit einem deutlichen Plus von 10,4 Prozent nun 59,2 Millionen Euro erreicht. Für den Vorstandsvorsitzenden stimmt die Richtung, auch wenn der Rückgang beim Zinsergebnis dadurch noch nicht vollumfänglich ausgeglichen werden kann. Die Erträge sind dabei vor allem aus dem Zahlungsverkehr gekommen. An zweiter Stelle steht das Vermittlergeschäft und hier vor allem die weiter intensivierte Vermittlung von Fonds. Hiermit hat die Bank im vergangenen Geschäftsjahr 20,4 Millionen Euro eingenommen, das sind gut 5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie easyCredit, den DEVK Versicherungen oder der Bausparkasse Schwäbisch Hall blieb mit über 11,9 Millionen Euro an Provisionseinnahmen auf einem guten Niveau.

Verwaltungsaufwand: wie geplant deutlich gesunken

Deutlich reduziert hat die Bank ihren Verwaltungsaufwand von 165,6 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 159,8 Millionen Euro im Jahr 2020. Das war ein Rückgang um 3,4 Prozent. Und genau das ist einer der Effekte, den die Sparda-Bank West mit ihrer strukturellen Neuausrichtung auch erreichen wollte. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle: Zum einen ist die Mitarbeiterzahl um 13,2 Prozent auf 889 Beschäftigte gesunken, was den damit verbundenen Personalaufwand deutlich senkt. Der Sachaufwand verharrte fast auf Vorjahresniveau und wird tendenziell auch noch eine Weile auf diesem Niveau bleiben, weil die Bank mit der geplanten IT-Transformation umfangreich in ihre technologische Zukunft investiert.

Teilbetriebsergebnis: erfreulich positive Entwicklung

Beim Blick auf das Ergebnis der Bank sieht Manfred Stevermann eine „erfreulich positive Entwicklung“. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das rückläufige Zinsergebnis besser als in den Jahren zuvor ausgeglichen werden – sowohl durch die Entwicklungen im Provisionsbereich als auch durch die Reduktion der Verwaltungsaufwendungen. In absoluten Zahlen steigerte die Genossenschaft ihr Teilbetriebsergebnis um 2,2 Millionen Euro auf 25,6 Millionen Euro, das ist ein Plus von 9,4 Prozent.

Ergebnis vor Steuern: dank neuer Struktur stark gesteigert

Dass die Sparda-Bank West mit ihrer strukturellen Neuausrichtung und dem damit verbundenen geringeren Sach- und Personalaufwand richtig liegt, zeigt die Gewinnsituation der Bank. Das Ergebnis vor Steuern konnte sie von 13,8 auf 27,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln (+101,4 Prozent).

Jahresüberschuss: im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert

Diese positive Entwicklung wirkt sich auch auf den Jahresüberschuss aus: Die Sparda-Bank West steigerte sich hier um 15,3 Millionen Euro auf 22,8 Millionen Euro (+204 Prozent). Für Manfred Stevermann ist klar: „Das sind gute Voraussetzungen, um unsere Rücklagen ordentlich zu stärken und nachhaltige Vorsorge zu betreiben.“

© Sparda-Bank West eG
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