Jahresabschluss
Gesundes Wachstum und gutes Ergebnis
Paderborn | 28.02.2020 | VerbundVolksbank OWL eG
  • Betriebsergebnis vor Bewertung klettert auf 0,96 Prozent
  • Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss steigen
  • Kundenkredite um 4,3 Prozent erhöht
  • Deutliche Stärkung des Eigenkapitals
  • Unabhängiger Vermögensverwalter „Werther und Ernst“ überspringt Milliarden-Marke

Ein gesundes Wachstum und ein gutes Ergebnis hat die VerbundVolksbank OWL für das Geschäftsjahr 2019 präsentiert. Trotz des herausfordernden Zinsumfeldes konnte die führende genossenschaftliche Regionalbank im Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe ihr Betriebsergebnis vor Bewertung um 18,1 Prozent auf 62,5 Millionen Euro steigern.

Im Kreditgeschäft verbuchte die VerbundVolksbank OWL ein Plus von 4,3 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren dabei eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärkere Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen sowie eine erneut positive Entwicklung bei den Unternehmenskrediten und bei den Krediten für Investitionen in erneuerbare Energien.

Die offenen Darlehenszusagen erreichten mit 233,4 Millionen Euro (+ 23 Prozent) zum Jahresende einen Höchststand.

Geldanlage jenseits von Festgeld und Sparbrief nimmt zu

Im Bereich der Geldanlage zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu alternativen Anlagen außerhalb der Bankbilanz, das heißt insbesondere zu Wertpapieren, Versicherungen und Immobilien. „Unsere Mitglieder und Kunden verstehen immer mehr, dass Klassiker wie das Sparbuch oder ein Festgeld in einer Welt ohne Zins ausgedient haben. Viele investieren ihr Geld zunehmend in Fonds, Aktien und andere Anlageklassen. Dies bleibt natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die klassischen, bilanziellen Bankeinlagen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter. Per 31. Dezember 2019 hatten die Kunden 4,5 Milliarden Euro auf Tages-, Festgeld- und Sparkonten bei der VerbundVolksbank OWL angelegt. Den Hauptanteil nehmen weiterhin die Sichteinlagen ein, die sich auch erhöht haben – um 12,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Das Wertpapierumsatzvolumen betrug rund 1,2 Milliarden Euro. Der Kurswert aller Kundendepots erhöhte sich um 17,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

Eine vermögensverwaltende Lösung für kleinere Anlagebeträge ab 10.000 Euro bietet die VerbundVolksbank OWL ihren Kunden mit dem hauseigenen Pfau-StrategieDepot. Dieses verzeichnete im Kalenderjahr 2019 einen Wertzuwachs von 6,14 Prozent.

Gerade im Hinblick auf die individuelle Vermögensverwaltung kann die VerbundVolksbank OWL mit einem regionalen Anbieter im Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe überzeugen. Auch 2019 hat der unabhängige Vermögensverwalter „Werther und Ernst“, an dem das Institut mit 70 Prozent beteiligt ist, seinen rasanten Wachstumskurs fortgesetzt. Kurz vor Jahresschluss übersprang das verwaltete Vermögen die Marke von einer Milliarde Euro. Per 31. Dezember 2019 betreute das Team an den zwei Standorten Bielefeld und Osnabrück rund 800 Kunden. Im November vergangenen Jahres wurde die Werther und Ernst Vermögensverwalter GmbH, die erst 2015 gestartet ist, bereits zum fünften Mal vom Fachmagazin „Elite Report“ in Kooperation mit dem Handelsblatt ausgezeichnet – zum zweiten Mal mit der Bestnote „summa cum laude“. „Werther und Ernst“ ist damit weiterhin ein führender Vermögensverwalter in OWL und gehört zu den größten unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland.

Trotz des schwierigen Zinsumfeldes konnte die VerbundVolksbank OWL insbesondere aufgrund eines qualitativen Wachstums im Kreditgeschäft, deutlich gestiegener Gewinnabführungen der erfolgreichen Tochtergesellschaften sowie eines aktiven Managements der Kundeneinlagen den Zinsüberschuss um 4,1 Prozent auf 115,7 Millionen Euro ausweiten. Auch der Provisionsüberschuss erhöhte sich insbesondere durch das rege Wertpapiergeschäft um 4,9 Prozent auf 38,9 Millionen Euro.

Der Verwaltungsaufwand konnte durch ein konsequentes Produktivitäts- und Kostenmanagement von 36,8 Millionen Euro auf 35,6 Millionen Euro gesenkt werden. Der Personalaufwand stieg um 1,3 Prozent auf 54,5 Millionen Euro.

Bei deutlich gestiegenen Erträgen und insgesamt leicht rückläufigen Aufwendungen erzielte die VerbundVolksbank OWL 2019 ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 62,5 Millionen Euro oder 0,96 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS), das den Vorjahreswert erheblich übertrifft (2018: 52,9 Millionen Euro bzw. 0,82 Prozent der DBS).

Aus dem Wertpapier- und dem Kreditgeschäft wird ein positives Bewertungsergebnis ausgewiesen. Das Betriebsergebnis nach Bewertung beläuft sich auf 69,2 Millionen Euro bzw. 1,07 Prozent der DBS (Vorjahr: 46,9 Millionen bzw. 0,73 Prozent der DBS). Der Steueraufwand beträgt 15,4 Millionen Euro (Vorjahr: 11,4 Millionen Euro).

Der Jahresüberschuss stieg auf 14,7 Millionen Euro (Vorjahr: 14,3 Millionen Euro). Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 65 auf 62 Prozent.

„Durch unser gutes Ergebnis können wir unsere Eigenkapitalausstattung deutlich stärken und damit eine gute Basis für weiteres Wachstum und zukünftige regulatorische Anforderungen legen“, sagt Ansgar Käter. Insgesamt erhöht sich das Kernkapital der Bank vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung um 48,8 Millionen Euro bzw. 8,8 Prozent.

Per 31. Dezember 2019 betreute die VerbundVolksbank OWL ein Kundengeschäftsvolumen von 12,4 Milliarden Euro. Mit einer Bilanzsumme von rund 6,4 Milliarden Euro gehört sie zu den größten Instituten der rund 875 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland. Zum Jahresende beschäftigten die VerbundVolksbank OWL und ihre Tochterunternehmen 997 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auf das Geschäftsjahr 2020 blickt die VerbundVolksbank OWL mit Zuversicht. „Unser Geschäftsmodell mit den fünf Zweigniederlassungen ‚Volksbank Paderborn‛, ‚Volksbank Höxter‛, ‚Volksbank Detmold‛, ‚Volksbank Minden‛ und ‚Bankverein Werther‛ verbindet Nähe mit Kompetenz auf der Basis genossenschaftlicher Werte, die es immer wieder neu zu interpretieren gilt“, sagt Ansgar Käter. Zukunftsträchtige Tätigkeits- und zugleich Wachstumsfelder sieht die VerbundVolksbank OWL für sich genügend. So baut das Institut aktuell sein Engagement im Bereich Start-ups aus. Bereits seit 2018 richtet sich die VerbundVolksbank OWL mit einem eigenen Kompetenzfeld „Digitale Wirtschaft und Start-ups“ an den etablierten Mittelstand genauso wie an die Start-ups in OWL als nächste Unternehmergeneration. Unter dem Stichwort „Digitale Wirtschaft“ begleitet die Bank ihre Kunden, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region, bei der Digitalisierung. „Darüber hinaus haben wir uns aber auch als zuverlässiger Bankpartner für die neue Gründerszene in OWL positioniert“, sagt Ansgar Käter. Dies belege die gute Vernetzung mit der Start-up-Szene vor Ort, unter anderem mit der Founders Foundation, dem Pioneers Club und der G16-Lounge am Standort Bielefeld, dem TecUP und der garage33 in Paderborn, der Smart Factory OWL und dem Innovation Campus Lemgo e. V. in Lippe sowie mit dem Mindener Innovations- und Technologiezentrum. Ein neues Engagement in diesem Bereich ist die Beteiligung an dem Kapitalfonds VR Ventures. „Der Investitionsfokus von VR Ventures liegt auf Start-ups im Bereich FinTech und PropTech sowie angrenzenden digitalen Unternehmenslösungen für kleine und mittelständische Unternehmen“, erklärt

Ansgar Käter. „Darüber können wir den Start-ups in der Region einfacher den Zugang zu so genanntem Wagniskapital verschaffen.“

Einen Schwerpunkt legt die VerbundVolksbank OWL 2020 auch auf ihre digitalen Dienstleistungen. „Als genossenschaftliche Regionalbank bieten wir die gesamte Breite an Zugangswegen, die sich Kunden heute wünschen – lokal und zugleich digital: von der Filiale über Telefon-Banking und Videoberatung bis hin zu Online- und Mobile-Banking. Das ist einer unserer Wettbewerbsvorteile, den wir noch stärker herausstellen und für unsere Kunden erlebbar machen wollen“, sagt Ansgar Käter.

© VerbundVolksbank OWL eG

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