Branche
Baunatal | 28.09.2020 - 29.09.2020
Markkleeberg | 29.09.2020 - 30.09.2020

AUS DER BRANCHE
Europäische Kommission

Mit neuen Regeln für Digital- und Kryptowährungen in der EU wie Bitcoin oder das Facebook-Projekt Libra will die Europäische Kommission Maßstäbe setzen. «Das heutige Paket wird Europas Wettbewerbsfähigkeit und Innovation im Finanzsektor stärken und den Weg bereiten, damit Europa weltweit Vorreiter ist», teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

TLTRO III

Geldhäuser aus der Euro-Zone haben sich bei der jüngsten großen Kreditsalve der Europäischen Zentralbank (EZB) im Umfang von 174,5 Milliarden Euro mit Liquidität eingedeckt. Das gab die Euro-Notenbank am Donnerstag in Frankfurt bekannt. Mit den auf drei Jahre Laufzeit ausgelegten langfristigen Refinanzierungsgeschäften – im Fachjargon TLTRO III genannt – will die EZB Banken in der Coronakrise mit ausreichend Geldmitteln versorgen.

Regulatorik

Die Finanzaufsicht Bafin dringt im Kampf gegen Geldwäsche auf mehr grenzübergreifende Anstrengungen. Es sei „nicht zu verkennen, dass wir gerade auf diesem Gebiet eine bessere internationale Zusammenarbeit brauchen“, sagte Thorsten Pötzsch, Direktoriumsmitglied der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR. Es brauche einheitliche europäische Regeln und eine EU-Geldwäscheaufsicht.

Ifo

Die Corona-Pandemie lässt die deutsche Wirtschaft dem Ifo-Institut zufolge nicht so stark schrumpfen wie die globale Finanzkrise 2009. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 5,2 Prozent sinken, wie die Münchner Forscher am Dienstag voraussagten. Im Sommer waren sie noch von minus 6,7 Prozent ausgegangenen, womit der bisherige Rekordrückgang aus der Finanzkrise 2009 von 5,7 Prozent übertroffen worden wäre.

Privatkundengeschäft

Die Deutsche Bank will jede fünfte Filiale in Deutschland schließen. „Wir planen, die Zahl der Filialen so rasch wie möglich von gut 500 auf etwa 400 zu verringern“, sagte Philipp Gossow, Leiter des Privatkundengeschäfts der Marke Deutsche Bank, der Nachrichtenagentur Reuters. „Das wollen wir hauptsächlich in Städten tun, in denen wir ohnehin mit mehreren Filialen vertreten sind.“ In ländlicheren Gebieten wolle die Bank bleiben, um ein flächendeckendes Filialnetz zu erhalten.

Bafin-Aufseher Röseler

Die Finanzaufsicht Bafin sieht mangelnde Veränderungsbereitschaft einiger Banken gerade in Corona-Zeiten mit Sorge. Einige Institute legten eine «gefährliche Behäbigkeit» an den Tag, sagte der oberste Bankenaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Raimund Röseler, am Dienstag bei einer Bankentagung der «Börsen-Zeitung» in Frankfurt. «Und dabei stand bei einigen dieser Institute schon vor Corona die Uhr auf fünf vor zwölf.»

Corona-Folgen

Nach einem Jahrzehnt Aufschwung sorgt die Corona-Krise bei vielen Verbrauchern künftig für schmerzhafte Einbußen beim Einkommen. Denn als Konsequenz der von vielen Fachleuten erwarteten Welle von Firmenpleiten dürften auch Privatinsolvenzen spürbar zulegen. „Ende 2021 werden wir einen Peak sehen“, sagt der Chefökonom der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Patrik-Ludwig Hantzsch. Auch Verbraucherexperte Christoph Zerhusen sieht erste Warnsignale, dass viele Deutsche tief in der Kreide stehen. „Das dicke Ende kommt noch.“

Großbanken

Neue Nahrung für Fusionsspekulationen in der Bankenbranche: Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke sagte am Dienstag, das größte deutsche Geldhaus bereite sich auf mögliche Fusionen vor und wolle Gelegenheiten am Schopf ergreifen. Auch der Chef der Schweizer Konkurrentin Credit Suisse, Thomas Gottstein, sieht in Zusammenschlüssen von Banken „sehr viel Sinn“. In der Schweiz hatte es zuletzt in Medienberichten geheißen, die Großbank UBS spiele ein Zusammengehen unter anderem mit den Rivalen Credit Suisse und Deutsche Bank durch.

DZ Bank

Die Corona-Krise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate. «Auch in der zweiten Jahreshälfte dürfte die Sparquote hoch bleiben und im Gesamtjahr auf rund 16 Prozent steigen, verglichen mit 10,9 Prozent in 2019», heißt es in einer aktuellen Studie der DZ Bank, die der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag.

Regulierung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich für eine Verringerung der Berichtslasten von Banken ausgesprochen. Bei der Statistik, der aufsichtsrechtlichen und der auf Abwicklungsfragen bezogenen Mitteilungspflichten seien Erleichterungen möglich, ohne das unerlässliche Informationen für Aufseher und die Geldpolitik verloren gingen, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit.

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